LAUENAU (al). Der Regen der vergangenen Wochen und eine zu kurze Frostperiode im Winter haben den Waldwegen im Deister zugesetzt. Die eigentlich gut befestigten Strecken sind dadurch teilweise durch die Holzabfuhr mit schweren Fahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen worden. Wanderer klagen über aufgeweichte Abschnitte und zum Teil heftige Verdrückungen.
Auch der Lauenauer Revierförster Ralph Weidner zeigt sich besorgt: "Das gefällt uns auch nicht", blickt er auf fällige Reparaturen. Soeben sind die erforderlichen Maßnahmen besprochen worden. Besonders schlimm ist es für Weidner derzeit am Seelzer-Thurmer-Weg sowie auf dem von dort zur Lauenauer Allee führenden Jägerweg. Dort müssten größere Schadstellen mit Mineralgemisch und Walze repariert werden. Dagegen genüge auf weiten Teilen des bei Ausflüglern besonders beliebten Schulzeweges der Einsatz eines Gräders, der die Unebenheiten planiert. Allerdings erfolgen die Reparaturen erst nach dem Abschluss der Holztransporte. Überall lagern derzeit noch an den Wegrändern Stämme, die für die Abholung bestimmt sind. Dagegen hat die Forst die noch fälligen Rücke-Arbeiten in den Waldbezirken schon Anfang Mai eingestellt. "Wir schimpfen uns schon selbst an", berichtet Weidner in diesem Zusammenhang. Denn in den aufgeweichten Schneisen hinterließen Harvester und andere Fahrzeuge tiefe Spuren. Um Boden und Vegetation nicht noch mehr zu gefährden, bleiben etliche Stämme jetzt im Dickicht liegen. Allein in Weidners Revier handelt es sich dabei um 2000 Festmeter Stammholz: "Da freuen sich jetzt die Schädlinge."
