1. Vor der Schafskälte kommt die Schafschur

    Skudden auf der Streuobstwiese werden geschoren

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    HOHENRODE (ste). Der Frühsommer ist für diejenigen, die lange darauf gewartet haben, ein Segen; die Skudden auf der Streuobstwiese des NABU in Hohenrode schwitzen in ihrem dicken Wollkleid. Für sie kam jetzt die Erlösung mit der Schafschur: "Vor der Schafskälte wurden die robusten Landschafe des NABU geschoren!" Dr. Klaus Steinheider, 1. Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes Lippe und selbst Schafhalter mit langjähriger Erfahrung, unterstützte die Rintelner Naturschützer und scherte die vier Muttertiere und den Schafbock. "Das Scheren des Schafes ist notwendig, da diese Tiere domestiziert wurden und der Wollwuchs über Jahrhunderte hinweg gezüchtet wurde. Ohne Schur würden die Schafe heillos verfilzen", weiß Dr. Steinheider. Um die Prozedur für Mensch wie Tier so gefahrlos wie möglich zu gestalten, werden die Schafe auf einem Tisch platziert und die Beine fixiert, damit das Fluchttier Schaf möglichst ruhig liegt. Tatkräftiges Zupacken ist nötig, um die Tiere in die richtige Position zu bringen, dann kann das Scheren beginnen: Auch wenn den Schafen das Geräusch der Schermaschine nicht geheuer ist: "Noch wissen sie nicht, dass sie sich gleich erleichtert fühlen werden - gleich geht es ihnen schon besser, dann sind sie auch nicht mehr so unruhig", weiß Dr. Steinheider. Britta Raabe, die sich für den NABU um die Schafbeweidung in Hohenrode mit großer Gewissenhaftigkeit kümmert, konnte mit Gewissheit bestimmen, wessen Mutterschaf gerade geschoren wurde, denn das dazugehörige Lamm rief am lautesten. "Nach wenigen Minuten konnten Muttertier und Lamm wieder zusammengeführt werden - und auch unser Schafbock ist sichtlich erleichtert darüber, nicht mehr unter seiner dichten Wolle zu schwitzen", so Raabe.

    Riesige Mengen Wolle kamen zusammen, woraus in Kürze Garn gesponnen und vielleicht einmal Socken und Pullover angefertigt werden.Foto: privat

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