1. Austragungsort auch ein Zeichen der Solidarität

    Abgeordnete Katja Keul holt Wanderausstellung des Bundestages nach Bad Nenndorf

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    BAD NENNDORF (pd). Eine Woche lang war im Forum des Gymnasiums Bad Nenndorf die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages zu sehen. Auf Initiative der parlamentarischen Geschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag ist die Schau dort zu sehen gewesen. Dass die Ausstellung gerade in der Kurstadt zu sehen war soll nach den Worten der Bundestagsabgeordneten auch als Zeichen der Solidarität für das Einstehen demokratischer Werte der vielen engagierten Bürger gegen den alljährlich stattfindenden Aufmarsch der Neonazis zu werten.

    Viele Bad Nenndorfer seien bereit, sich gegen das "braune Spektakel" zur Wehr zu setzen, hob die Politikerin bei der Eröffnung der Ausstellung ausdrücklich hervor. Demokratie bekomme man eben nicht geschenkt, man müsse Tag täglich dafür einstehen. Die Geschichte habe allen gezeigt, dass man als Bürger wehrhaft gegen solche Gruppen auftreten müsse, die der Demokratie schaden wollten. Vor rund 80 Jahren, zur Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933, habe es nicht genügend Bürger gegeben, die bereit waren, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen, dafür zu kämpfen. Daher sei heute der Protest gegen die Neonazis so wichtig. "Demokratie braucht wehrhafte Bürger", so Keul weiter.

    Mit Blick auf die Ausstellung ermunterte sie die Schülerinnen und Schüler im Forum: "Seien sie kritisch mit ihren Parlamentariern". Die Schau soll mit dazu dienen, Jugendlichen einen Einblick in die parlamentarische Arbeit zu ermöglichen. Da gebe es selten einfache Antworten auf komplexe Fragen.

    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hatte es sich nicht nehmen lassen, bei der Eröffnung der Ausstellung anwesend zu sein. Nach seiner Auffassung sei die parlamentarische Demokratie wie sie in Deutschland praktiziert wird "beispiellos". In Anspielung auf seine Rolle als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses stellte er fest: "Die Bürger brauchen das feste Vertrauen darauf, dass der Rechtsstaat funktioniert und das dieser die Schwachen nicht im Stich lässt". Und er ergänzte: "In der Demokratie müssen alle aufs Spielfeld". Foto: pd

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