Während im Industriemuseum "Unterer Eisenhammer" ein überwiegend informatives Programm angeboten wurde, stand im Oberen Eisenhammer vor allem die Unterhaltung im Mittelpunkt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Posaunenchor und der heimische Männergesangverein - und auch für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Zudem gab es zwei geführte Spaziergänge über den Kehl.
Im Informationsraum des Unterer Eisenhammers wurde zu jeder vollen Stunde ein Film über die Schmiede gezeigt, in der Wolfgang Ehrich vom Heimatverein den Besuchern im historischen Ambiente zeigte, wie fachgerecht gearbeitet wird. Die eigentlich geplante Gartenhacke wurde an dem Tag zwar nicht produziert, Dafür legten einige - zu Teil noch sehr junge - Besucher selbst Hand an und stellten einige schmucke "Schnecken" her. Das ließe sich im Eisenhammer zwar auch immer noch maschinell erledigen, doch, klärte Wolfgang Ehrich auf, bevor die Maschinen benutzt werden dürfen, muss erst einmal manuell gearbeitet werden. -
Bis vor neun Jahren wurden im unteren Eisenhammer noch gewerblich Spaten und Hacken produziert.
Der Schmiedebetrieb war 1948 von August Fromme gegründet worden. Dort wurden zunächst Spaten, Hacken und Harken geschmiedet und Pferde beschlagen. Als 1979 der Betrieb von Karl-Heinz Bücher übernommen wurde, gehörten der Handel und die Reparatur von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten schon zur Haupttätigkeit. Nach der Stilllegung des Betriebes - der technisch heute noch voll funktionsfähig ist - drohte zeitweilig sogar der Abriss. Nicht zuletzt durch das Engagement des Heimatvereins konnte schließlich doch noch erreicht werden, dass dem Haus offiziell der Status eines Industriedenkmals zuerkannt wurde. Foto: km
