ACHUM/RIEHE (em). Die Jugendfeuerwehr Riehe hat sich zu einer Besichtigung der Flugplatzfeuerwehr der Heeresfliegerschule in Achum aufgemacht. Als erstes stand ein Besuch der Leitstelle auf dem Programm. Diese hat für den Flugplatz im Prinzip dieselbe Funktion wie die Leitstelle in Stadthagen und ist rund um die Uhr mit einer Person besetzt. Alle Feuerwehreinsätze auf dem Flugplatz werden hier koordiniert, nur der Rettungsdienst kommt im Bedarfsfall von außerhalb. Gerade durch den Schulungsbetrieb werden Notlagen auf Flugplatz recht häufig simuliert. Außerdem wird durch den Flugsicherheitsoffizier mindestens einmal im Monat eine Alarmübung ausgelöst.
Da die Bundeswehr eine Anfahrtzeit von maximal einer Minute vorschreibt, sind während des Flugbetriebs immer zwei Fahrzeuge im Pistendienst. Die Fahrzeugbesatzung besteht normalerweise aus einem Dreier-Trupp und wird alle zwei bis drei Stunden abgelöst. Das gilt allerdings nicht für die Außenlandeplätze, die auch von jeweils zwei Fahrzeugen aus Achum besetzt werden. Der Weg führte die Gruppe dann weiter durch die Sozialräume, vorbei an den Sprungschächten, in den Schwarzbereich. Da jeder Beamte ausgebildeter und einsatztauglicher Atemschutzgeräteträger sein muss, wird auf Fitness und Ausbildung großer Wert gelegt. Die eigene Atemschutzübungsstrecke muss von jedem zweimal jährlich durchlaufen werden. Natürlich war es für die Jugendlichen sehr interessant, den Arbeitsraum und die Kriechstrecke einmal auszuprobieren. Im Anschluss ging es in die Fahrzeughalle. Dort warteten die Flugfeldlöschfahrzeuge Z6 und Z8. Da gerade Pause im Flugbetrieb war, konnte die Gruppe mit beiden Fahrzeugen eine Probefahrt über den Flugplatz machen. Besonders beeindruckend waren die Beschleunigungswerte. Damit war der Besuch bei der Flugplatzfeuerwehr beendet und die Jugendlichen durften nun noch einen Blick in die Hubschrauber-Halle werfen.
Dort wartete Dirk Held, der hier in der Luftfahrzeugtechnik arbeitet und viele interessante Einzelheiten über den Hubschraubertyp "CH53" erzählen konnte.
Foto: privat
