Mit Herbert Schäffer ist einer der Pioniere bei der Herausgabe von kostenlosen Heimat-Zeitungen von uns gegangen. Schon früh faszinierte ihn die Idee, lokale Informationen aus Vereinen und Verbänden, Kultur und Politik kreisweit in jedes Haus zu bringen. Neu war die Idee, hierbei bewusst auf Abonnenten-Gelder der Leser zu verzichten und sich ausschließlich aus Werbeeinnahmen zu finanzieren. So gründete er vor 40 Jahren das Schaumburger Wochenblatt und führte es mit immer neuen Inhalten und grafischen Verbesserungen zu seiner heutigen Bedeutung.
Nur die älteren Schaumburger Bürger kennen noch die Zeit ohne "ihr Wochenblatt". Längst gehört es zum Lebens-alltag in der Region. Herbert Schäffer gründete darüber hinaus nach dem gleichen Geschäftsprinzip den "Wunstorfer Stadtanzeiger" und in Detmold den Verlag für den Titel "Lippe aktuell".
Nicht nur den verlegerischen Pioniergeist bewies Herbert Schäffer: Auch bei der ständigen Weiterentwicklung und Modernisierung seiner Druckerei erwies Herbert Schäffer sich als einer der Pioniere der Druckindustrie.
So war das Unternehmen Oppermann-Druck einer der ersten Druckbetriebe, der vierfarbig gedruckte Zeitungen herstellen konnte.
Besonders bei der maschinellen Verarbeitung von Zeitungsbeilagen waren die Anforderungen von Oppermann richtungsweisend. Herbert Schäffer entwickelte den Betrieb aus handwerklichen Anfängen heraus zu einem modernen Industriebetrieb mit mehr als 200 Beschäftigten.
Er war und ist als Chef eine hochgeachtete Persönlichkeit in seinem Unternehmen.
Sein Denken und Handeln galt immer auch seinen Mitarbeitern.
Er hatte für die Probleme und Sorgen der Mitarbeiter immer ein offenes Ohr und nicht selten bezog er in seine Fürsorge auch die Mitarbeiter-Familien mit ein.
Der Verlag und die Druckerei waren der Mittelpunkt des Lebens und Schaffens von Herbert Schäffer.
Seine Frau und seine beiden Kinder gaben ihm den nötigen Rückhalt für sein Denken und Handeln.
Auch die Unternehmensnachfolge wurde innerhalb der Familie mit Weitsicht und bei Zeiten geregelt.
Herbert Schäffer wird bei den Menschen die ihn kannten eine Lücke hinterlassen, die man nicht schließen kann. Sein Andenken wird mit jeder Ausgabe des Schaumburger Wochenblattes auch in Zukunft weitergetragen.
