1. Bestehende Bande sind neu gefestigt

    Deutsch-französische Gesellschaft feiert Jubiläum / 35 Jahre Freundschaft

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    BAD NENNDORF (nb). Im Wind flattert Blau-Weiß-Rot neben Schwarz-Rot-Gold, auf dem Buffet findet sich zwischen Lachs und Forelle der Brie: Es lebe die deutsch-französische Freundschaft. Auf deren Bestand haben Vertreter beider Länder im Bistro der Wandelhalle feierlich ihr Glas erhoben. Das traditionelle Treffen um Christi Himmelfahrt, zu dem die deutsch-französische Gesellschaft (DFG) Bad Nenndorf eingeladen hatte, stand dieses Mal ganz im Zeichen eines Jubiläums. Vor 35 Jahren, am 2. Mai 1978, hatten Bad Nenndorf und Doudeville mit der Unterzeichnung einer Freundschafts-Erklärung den Grundstein für ihre Partnerschaft gelegt, die bis heute durch gegenseitige jährliche Besuche gekennzeichnet ist. Als feierlichen Akt der Wiederbelebung und Weiterführung von kulturellem wie wirtschaftlichem Austausch und der Völkerverständigung unterzeichneten Bürgermeisterin Gudrun Olk und Bürgermeister Daniel Durécu unter den Augen der 28 französischen Gäste eine neue Version des Vertrages, "im Geiste der Freiheit und Freundschaft". "Wir rücken immer näher zusammen, haben uns 35 Jahre angefreundet und kennengelernt", sagte Olk. In dieser Zeit sei viel erreicht worden, dennoch sei es richtig, auch in die Zukunft zu denken. Durécu betonte die Verbundenheit, Brüderschaft, Freundschaft und Gastfreundlichkeit, die in der langen Zeit der Beziehungen zum Ausdruck kommen. Für die junge Generation sei diese "intime Beziehung" bereits selbstverständlich, in seiner hätte sie noch eine ganz andere Bedeutung gehabt, deren Entwicklung Konrad Adenauer und Charles de Gaulles zu verdanken sei. Umgesetzt aber hätten sie die Bürger und die Kommunalpolitiker vergangener Jahrzehnte. Heute gebe es eine "dauerhafte und feste Beziehung", die von Respekt und Vertrauen geprägt sei. Dass es dennoch Handlungsbedarf gibt, unterstrich der DFG-Vorsitzende Gerd Borcherding. Es reiche nicht aus, sich an das damalige Begraben alter Feindschaft zu erinnern. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Wirtschafts- und Finanzkrise Gefühle über andere Staaten und Menschen hervorbringen können, die überwunden schienen." Es sei wichtig, gegenseitige Sorgen und Probleme zu verstehen. Private, unpolitische Freundschaften müssten ebenso gepflegt werden wie ganze Demokratien. Auf diesem Weg hat die DFG nun erneut ein sichtbares Zeichen gesetzt.

    Foto: nb

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