1. Von Krakeelern und Verweigerern

    Wettkrähen als alternative "Mai-Kundgebung" an der Weser

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    EISBERGEN (km). Zu einer alternativen "Mai-Kundgebung" hatte jetzt ein weiteres Mal der Rassegeflügelzuchtvereins Eisbergen-Fülme eingeladen: Auf der "Modde", dem vereinseigenen Gelände, nur wenige Meter vom Weserufer entfernt, legten sich beim traditionellen Wettkrähen 67 Hähne einmal mehr mächtig ins Zeug.

    Bei bestem Frühlingswetter konnten sich Organisationsleiter Wolfgang Schaak und Vorsitzender Günter Droste über eine gute Publikums-Resonanz freuen. Von der Kommission, die die Punkte für die fleißigsten Kräher zu vergeben hatte, war unterdessen über eine Stunde lang höchste Konzentration gefordert: Mit ihren Stiften notierten die Kampfrichter penibel die "Hits" der einzelnen Hähne.

    Zu den Lokalmatadoren hatten sich auch diesmal auch wieder Kandidaten von befreundeten Vereinen aus der Nachbarschaft gesellt - unter anderem aus Vlotho, Hohenhausen und Petershagen - die am Ende auch ein wenig am Heimvorteil der eingeborenen Kikirikis kratzen konnten. Am Ende hatten die gewieftesten Krakeeler dafür gesorgt, dass ihre "Herrchen" einige attraktive Pokale mit nach Haus nehmen konnten. Bei den großen Hähnen durfte sich Heinz Könemann aus Hohenhausen freuen: Sein Gockel gewann die Siegestrophäe. Die Plätze zwei und drei belegten Heinz Bokeloh (Eisbergen) und Dieter Krause aus Vlotho. Bei den Zwerghähnen hatte der Starter von Gerhard Möhring (Petershagen) den Schnabel vorn - vor dem Kandidaten der Zuchtgemeinschaft Zabel und dem Zwerg von Friedrich Edler (beide Eisbergen).

    Bei der separaten Wertung für die Jugend (Große Hähne) erwies sich der Starter von Jean Korff als fleißigster Kräher. Den Pokal für die Zwerge durfte Nico Bonte mit nach Haus nehmen, der mit einem weiteren Kandidaten auch den zweiten Platz belegen konnte. Dritter wurde Thom Pabsch.

    Während die Krakeeler auch nach dem Wettbewerb hemmungslos weiter zeterten, wurden schließlich auch jene elf Gockel gewürdigt, die es - stolz oder schlicht maulfaul? - kategorisch und konsequent abgelehnt hatten, auf Kommando zu krähen. -

    Ein bisschen Pech hatten die Veranstalter bei ihrem Luftballon-Wettbewerb, dessen Gewinner bei der 50. Rassegeflügelausstellung in der zweiten Jahreshälfte prämiert werden sollen: Weil der Wind aus Osten kam landeten etliche der Ballon nach wenigen Metern in den hohen Bäumen, die dier westliche Grenze der "Modde" markieren. Foto: km

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