RINTELN (km). Über eine gelungene Veranstaltung konnte sich der Motorclub Rinteln e.V. im ADAC freuen: Die "17. Rintelner Zuverlässigkeitsfahrt" für Oldtimer lockte am Sonntag zahllose Zuschauern auf den Kirch- und Marktplatz, von wo aus die Fahrzeuge bei kühlem, aber freundlichem Frühlingswetter auf ihren Parcours über rund 150 Kilometer starteten.
Besonders zufrieden zeigten sich am Ende MCR-Vorsitzender Harry Möller und Chef-Organisator Hans Erich Scheffler über den reibungslose Ablauf der Schnauferl-Rallye - vor allem, da diesmal mit 177 Teilnehmern eine neue Höchstmarke registriert werden konnte. Und die optischen Highlights wurden durch die überwiegend prima funktionierende Technik gleichsam veredelt: Gelegentlich sprang zwar mal ein Motor nicht an, am Ende aber kamen praktisch alle der 177 Fahrzeuge von anno dazumals wieder ins Ziel - abgesehen von einigen wenigen "Liegenbleibern".
Diesmal ging die Fahrt mit diversen Prüfungen durch das Weserbergland und das Extertal. Zu den Etappenzielen gehörten unter anderem Schaumburg, die Pappmühle, Unsen, Börry, Bodenwerder und Ottenstein. In der Bad Pyrmonter Wandelhalle wurde eine Mittagspause eingelegt. Zurück ging es dann über Bösingfeld, Egge, Goldbeck, Wennenkamp, Krankenkenhagen und Möllenbeck. Am Nachmittag trafen die Fahrzeuge dann wieder in Rinteln ein und wurden in der Weserstraße sowie auf Markt- und Kirchplatz zur Präsentation aufgestellt. Bei der "touristischen Ausfahrt" für zwei-, drei- und vierrädrige Oldtimer bis zum Baujahr 1975 dominierten diesmal erneut vor allem die Oldtimer aus der Nachkriegszeit: Allein rund 134 Piloten waren am Steuer von Fahrzeugen aus der Zeit von 1961 bis 1975. Zwischen den besonderen Raritäten fanden die Schaulustigen ebenso viele Luxuskarossen (Cadillac, Porsche, Mercedes, Jaguar oder Chevrolet) - die auch heutzutage noch eine mehr als gute Figur machen - wie auch zahllose kuriose Zwerge à la Isetta, Goggomobil oder NSU. Bei der Siegerehrung auf dem Marktplatz konnten sich am Ende Bodo Becker und Joachim Becker mit ihrem Triumph TR 6 PI (Baujahr 1973) über den großen Pokal der Barre-Brauerei für den Gesamtbesten freuen. Mit einer Strafe von lediglich elf Punkten waren die Gewinner ihrer Konkurrenz am Ende klar überlegen. Der Pokal für das beste Damen-Team im Starterfeld der Vehikel aus der Pionierzeit des Automobilismus ging an Ursula Montua und Kerstin Hempelmann (Jaguar XK 140 DHC, Baujahr 1957). Die weiteste Anreise hatte Arno Stübing, der mit seinem Ford 12 M aus dem oberen Vogtland angereist waren. Und die Trophäe für den besten Teilnehmer auf zwei Rädern schließlich durften Andreas und Anette Wittorf (BMW R 60, Baujahr 1975) mit nach Haus nehmen. - Das ganze Spektakel wurde den ganzen Tag über von einem Fernseh-Team des NDR begleitet. Der Film soll am 17. Mai im Rahmen der Sendung "Frühling im Norden" (20.15 Uhr) ausgestrahlt werden.Foto: km