1. Bauausschuss will Sanierung der Poststraße in zwei Schritten

    Planungssituation unbefriedigend / Lebhafte Diskussion über das Vorgehen

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    BAD NENNDORF (pd). Die Poststraße soll in zwei Abschnitten saniert werden. Das hat nach längerer Aussprache eine Abstimmung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Bad Nenndorf ergeben. Grund für diese Neuausrichtung ist die unklare Situation im unteren Bereich der Straße. Unter anderem fehlen Zustimmungen von betroffenen Grundstückseigentümern.

    Nachdem Planer Ivar Henckel die Vorentwurfsvariante vorgestellt hat, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Vorgehensweise. Das Problem: Der derzeitige Bürgersteig im Einmündungsbereich hin zur Bahnhofstraße befindet sich in Privatbesitz. Bei jetzigem Stand müsste sozusagen ein öffentlicher Fußweg neben einem "alten Fußweg" in Eigentümerhand verlaufen. Auf Nachfrage erklärten Bauamtsleiter Hans Bernhard Kampen und Stadtdirektor Bernd Reese, dass Eigentümerverhandlungen bislang nur teilweise von Erfolg gekrönt waren. Dies hat auch zur Folge, dass Parkplätze gestrichen werden müssen. Jetzt werden es laut Planer nur noch acht Plätze sein. Ratsmitglied Frank Steen von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) äußerte sein Unbehagen in Bezug auf die Gesamtsituation. "Da müssen wir denen auch was anbieten", meinte er und brachte eine ganz neue Überplanung der Straßensanierung in die Diskussion. Er könne es sich gut vorstellen, die Straße verkehrsberuhigt auszubauen. "Diese Idee ist nicht neu", entgegnete Kampen darauf. Sie sei im Verlauf der Planung aber verworfen worden. Steen bestätigte dies, machte aber weiter deutlich, dass nun neue Anstrengungen unternommen werden müssten um eine Lösung im Interesse aller Beteiligten zu finden. Stadtdirektor Reese legte Wert auf die Feststellung, dass die Verwaltung sehr intensive Verhandlungen mit den Eigentümern geführt habe. Am Ende aber ohne befriedigende Ergebnisse. Um so mehr müsse man jetzt über Alternativen nachdenken, erklärte Steen. Volker Busse (SPD) hielt eine verkehrsberuhigte Zone (nach dem Beispiel der Kramerstraße. Anm. der Redaktion) für problematisch. Auch weil die Poststraße in naher Zukunft als Zufahrt für den geplanten Parkplatz neben der Landgrafentherme mit rund 40 Stellflächen dienen soll. Er stellte den Antrag, den Ausbau in zwei Abschnitten vorzunehmen. Außerdem soll der noch strittige untere Abschnitt der Straße neu überplant werden. Für den Antrag auf die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone von Steen gab es keine Mehrheit. Die Sanierung der Poststraße soll im oberen Abschnitt beginnen. Anliegerversammlungen sollen folgen.

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