RINTELN (ste). 80 Busse und 2.500 Autos zählten die Anwohner der Straße "Die Drift" an nur einem Tag. "Das muss nicht sein", so ihre Meinung. Und so fordern sie, dass der Durchgangsverkehr durch eine wirksame Maßnahme unterbunden wird und dass die Busse (außer Stadtbus Linie 811) die Umgehungsstraße benutzen sollen. 122 Unterschriften sammelten die Anwohner der Drift aus der eigenen und den benachbarten Straßen und übergaben die Forderung nebst Unterschriften an Rintelns Ersten Stadtrat Jörg Schröder. Mit der Überschrift "Versuch gescheitert!" weisen sie darauf hin, dass das Öffnen der Schranke in der Dauestraße missglückt sei. "Sogar eine Familie mit Kindern, die gerne draußen spielten, ist weggezogen, weil die Busse teilweise auf dem Bürgersteig fahren", stellte die Bürgerinitiative fest. Außerdem fürchten die Anwohner, dass sie bei eventuellen Schäden an der Straße finanziell über die Anliegergebühren bei einer Sanierung zur Kasse gebeten werden. Jörg Schröder verwies darauf, dass im Juni im Verwaltungsausschuss die Zahlen der Verkehrszählung vorliegen und erst dann über die dauerhafte Öffnung der Schranke entschieden werde. Er erwarte aber auch ein transparentes Verfahren, einschließlich einer Anwohnerversammlung, die dann im Brückentorsaal stattfinden könnte. Die "Drift" war am Mittwoch Abend auch unfreiwilliges Thema im Ortsrat Rinteln. Nachdem über die Sanierungsnotwendigkeit anderer Straßen im Stadtgebiet beraten wurde stellte Dr. Gert Armin Neuhäuser fest: "Erst belastet die Stadt die Straße Die Drift über Gebühr, dann geht die Straße kaputt und dann werden die Anwohner vielleicht auch noch zur Kasse gebeten!" Und Jörg Schröder bestätigte: "Ja, die Fahrbahn der Drift geht relativ schnell kaputt!" Schuld daran seien jedoch vor allem die vielen Busse, die die Straße nutzten. Und Schröder bestätigte auch Dr. Neuhäusers Befürchtungen: "Ja, grundsätzlich sind bei einer Sanierung der Straße Anliegerbeiträge zu erheben!" Foto: ste
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Weniger Durchgangsverkehr gefordert
Erst Straßenschäden durch zu viel Verkehr, jetzt geht es Anwohnern vielleicht sogar an die Kasse
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