1. "Welches Radel hättens denn gerne?"

    "Rinteln mobil" entpuppt sich als weit mehr als nur eine Ersatzveranstaltung für die ausgefallene Autoschau

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    RINTELN (ste). Wenn sich die Autohäuser da mal nicht über eine verpasste Chance schwarz ärgern! Die Ersatzveranstaltung für die ausgefallene Autoschau "Rinteln mobil" glich zeitweise einer gut besuchten Frühjahrsmesse, so viele Besucher fanden den Weg in die Rintelner Innenstadt. Dem schwächelnden Automarkt hätte eine so große Resonanz sicher gut getan und so überlegt man beim organisierenden Stadtmarketingverein "Pro Rinteln" schon, ob man künftig beide Veranstaltungen zu einer zusammenwachsen lassen kann. Denn nach der Veranstaltung war klar, dass man den Zweiradmarkt auf alle Fälle wiederholen muss. Die Besucher, das zeigten die Kennzeichen auf den zum Teil hoffnungslos überfüllten Parkplätzen, kamen zum Teil von weither angereist, um sich über die derzeit wohl angesagteste Mobilität informieren zu lassen. "Radfahren ist das Thema der Zeit!" Hier verbindet sich ein Gesundheitsfaktor mit Erlebnis und erkennbarem Einsparpotential bei den immer steigenden Spritkosten. Deutschlands angepriesene "Energiewende" könnte auf dem Fahrradsektor einen weiteren Impuls erhalten. Denn nie waren die Möglichkeiten für die Fortbewegung auf zwei Rädern größer. Doch gerade diese Vielfalt macht den Menschen eine Entscheidung oft auch schwer: "Soll es denn ein Mountainbike, ein Citybike, ein Fitnessbike, ein Liegerad, ein Pedelec, ein E-Bike, ein Rennrad oder vielleicht doch lieber ein Klapprad für den Kofferraum sein?" Wer da den Überblick behalten möchte und am Ende die richtige Entscheidung treffen will, der braucht fachkundige Beratung oder muss selbst tief in der Materie stecken. "Rinteln mobil" brachte bei vielen der Besucher Licht ins Dunkle. Zweiradhändler informierten über ihre Angebote, historische Räder zeigten die Geschichte des Fahrrades auf, Fitness-Center demonstrierten, wie man sich beim "Spinning" fit für alle Herausforderungen auf zwei Rädern macht und "Pro Rinteln" konnte am Ende mehr als zufrieden sein, einen adäquaten Ersatz für die ausgefallene Autoschau gefunden zu haben.

    Natürlich durfte bei der Schau die Draisine nicht fehlen und als besonderes Bonbon hatte die Stadt Rinteln kurzerhand die Fundräder-Versteigerung vom Bauhof in die Innenstadt verlegt. 40 Fahrräder fanden hier von fünf bis 100 Euro neue Besitzer. Wer lieber elektromobilisiert unterwegs sein wollte, konnte dies beim Segway-Fahren ausprobieren und ganz ohne Otto-Motorkraft kam auch "Rinteln mobil" nicht aus, denn die Freunde motorisierter Dreiräder, den "Trikes", kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Verschiedene Modelle mit viel Chrom wurden gezeigt und luden zu einer Probefahrt rund um Rinteln ein.

    Besonders viel zu tun hatten auch Silke Schneeweiß, Thorsten Druffel und Rolf Potthast von der Rintelner Polizei; sie codierten 33 Fahrräder.Foto: ste

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