BAD NENNDORF/HANNOVER (pd). Vom 1. bis 22. Juni finden in der Landeshauptstadt die "Kunstfestspiele Herrenhausen" statt. Der Reigen aus Präsentationen, Performances, Musiktheater und Installationen internationaler Künstler steht in diesem Jahr unter dem Motto "Heimat Utopie". Zum zweiten Mal werden den Akteuren Paten zur Seite gestellt, die als Multiplikatoren dienen sollen. Einer davon ist Professor Rob Norbert Schittek aus Bad Nenndorf. Er soll sozusagen "Werbung" machen für das Festival allgemein und für die Darbietung seines "Patenkindes" im Speziellen.
"Ich sehe mich als Begleiter und Werber. Ich nutze als Pate gezielt die Organisationen in der Region, die sich der Förderung der Kultur verschrieben haben, um auf die besondere Bedeutung der Kunstfestspiele aufmerksam zu machen". Schittek möchte dabei unter anderem die Schaumburger Landschaft und das Kulturforum Bad Nenndorf für einen Besuch der anspruchsvollen Veranstaltung mit internationaler Beteiligung motivieren.
Schittek gibt zu, dass einiges im Programm der Festspiele keine "leichte Kost" sei. Dennoch lohne sich die Auseinandersetzung mit dem, was die Künstler der verschiedensten Genres zu bieten haben. In ihrem Vorwort zu den Festspielen lädt die Intendantin Elisabeth Schweeger das Publikum dazu ein, die vielfältigen Utopien zu entdecken, "vor allem die schönen Brücken, die internationale Künstler zwischen unserer kulturellen Tradition und der heutigen Zeit für Hannover entwickelt haben".
Der Künstler, für den Schittek die Patenschaft übernommen hat, präsentiert seine Arbeit unter dem Titel "Alle Menschen werden Brüder II". Dahinter verbirgt sich ein komisch-melancholisches, aber niemals wehleidiges Requiem aus Musik und Theater des Komponisten und Multi-Instrumentalisten Stephan Froleyk. Messertisch, Flötenmaschine, Wanne, erweiterte Tuba, Blumentöpfe, Kochutensilien - Stephan Froleyk schafft aus Nicht-Instrumenten große musikalische Gestalten. Für Schittek ist Froleyk ein Erfinder von Klängen. "Seine Klänge erfüllen Räume und sind noch lange präsent, wenn er selber nicht mehr anwesend ist", so Schittek.
Der Eintritt kostet pro Person zwischen zehn und 35 Euro. Karten können unter Telefon 0511/16849994 bestellt werden. Foto: privat
