1. Konfusion im Kreisel

    Staus sind in zahlreichen Fällen ganz einfach vermeidbar

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    RINTELN (km). Vorausschauendes Fahren hilft nicht nur Benzin sparen: Bisweilen lassen sich bekanntlicherweise sogar Staus vermeiden. Bei dem Kreisel in der Mindener Straße muss in der Hinsicht allerdings noch ein wenig geübt werden.

    Wenn nämlich die Schranken für mehrere Minuten geschlossen werden, dann geht bald gar nichts mehr.

    Vor allem deshalb, weil sich die meisten Verkehrsteilnehmer flott in den Kreisverkehr begeben - dort stecken bleiben und so alle anderen Einfahrten verstopfen. Das muss doch nicht sein, oder? Die ersten Kreisel gab es bereits anfangs des 20. Jahrhunderts: In New York zum Beispiel 1904 am Columbus Circle oder 1907 in Paris rund am Arc de Triomphe. In Deutschland waren Kreisverkehre in der Nachkriegszeit zunächst gang und gäbe. Der in dem Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr von 1968 enthaltenen Regelung, dass in Kreisverkehrsplätzen mit einer Beschilderung entsprechend dem heutigen Zeichen 215 generell die Rechts-vor-links-Regel zu gelten habe, wollte sich die Bundesrepublik Deutschland jedoch nicht anschließen. Hierzulande wurde daher das Verkehrszeichen Kreisverkehr mit der Verkehrsrechtsreform von 1969 aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) entfernt.

    Um der Gefahr einer Selbstblockade bei stärkerem Verkehrsaufkommen zu begegnen, wurde stattdessen dem Verkehr im Kreis die Vorfahrt gewährt. Aufgrund von fehlerhaften Berechnungen fielen die Kreisel allerdings in den folgenden Jahren wieder der Vergessenheit anheim - während in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien oder Spanien) fleißig weiter gebaut wurde. Erst seit den 90er Jahren erfuhren die Kreisel auch in Deutschland eine Renaissance. Foto: km

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