LAUENAU (al). Vier Tage nach dem verheerenden Wohnungsbrand im Oberen Triftweg, der das Hab und Gut zweier Familien weitgehend zerstört hatte, entspannt sich die Lage für die Betroffenen allmählich.
Der mit erheblichen Verbrennungen stationär behandelte 86-jährige Hausherr ist dem Vernehmen nach auf dem Weg der Besserung. Für beide Familien fand sich geeigneter Wohnraum.
Den beiden Senioren hat der Flecken Lauenau die letzte noch zur Verfügung stehende Wohnung in der Anlage "Am Schloss" angeboten. "Ein Glücksfall", kommentierte Gemeindedirektor Uwe Heilmann die Entscheidung, da erst wenige Tage zuvor die erworbenen neun Einheiten vom Investor auf die Kommune übertragen worden waren.
Inzwischen sind alle Wohnungen bereits vermietet oder werden in Kürze bezogen. Nur ein Objekt war gerade noch frei, in die jetzt die vom Feuer Geschädigten einziehen können. Tochter und Schwiegersohn konnten unterdessen ein normalerweise an Feriengäste vermietetes Objekt in Feggendorf beziehen.
Was aus dem Wohnhaus wird, das durch Feuer und Löschwasser weitgehend zerstört worden ist, bleibt offen. Heilmann ist froh, der Familie rasch eine Lösung geboten zu haben: "Damit ist die Zeit der Unsicherheit vorbei."
Zugleich lobte er die Anteilnahme der Bevölkerung am Schicksal der beiden ortsbekannten Familien. Wie schon beim Großfeuer in Rodenberg im vergangenen Oktober, als die Existenz einer dortigen Familie vernichtet worden war, habe auch in Lauenau eine große Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt.
In gewisser Hinsicht Entwarnung gibt es inzwischen auch für die weitere Heimat- und Familienforschung des 86-Jährigen: Dessen Computer sei geborgen worden und offenbar weiter funktionstüchtig.