Die Gruppe junger Künstler aus Moldawien war auf dem Weg von Polen nach Amsterdam, als ihr Bus in der Nacht zu Sonntag auf der Autobahn in Höhe Bad Nenndorf mit einer Panne liegen blieb. Reparaturversuche blieben ergebnislos. Eine kleine Gruppe der "Gestrandeten" hatte sich ein Taxi zum Autobahnrastplatz bestellt und war damit zum Restaurant "Baba`s" gefahren. Dort erfuhr VfL-Schwimm-Spartenleiter Andreas Tölke von dem Unglück der Moldawier. Flugs wurde eine Rettungsaktion gestartet.
Silke Engelking, Geschäftsführerin des VfL, und Vertreter vom hiesigen DRK organisierten den Platz in der Halle, 70 Feldbetten, Decken und Proviant.
Einer der beiden Busfahrer musste von einem Notarzt versorgt werden. Während die jüngsten Mitglieder der Gruppe im Hotel von Dagmar und Emin Ayyildiz vom Restaurant "Baba´s" untergebracht wurden, fanden die anderen eine warme Unterkunft in der Sporthalle. Noch Montag-nacht ließen Emin und Dagmar Ayyildiz Aufschnitt für das Frühstück am Montag Morgen in die Halle bringen. Bäckerei Benneke lieferte dazu frische Brötchen und Brot. Eine große Hilfe waren auch Juri Zaitsev und Marina Jalowaja, die als Übersetzer dienten.
22 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom DRK und ein großer Tross vom VfL Bad Nenndorf sorgten dafür, dass der unfreiwillige Aufenthalt in Bad Nenndorf am Ende doch noch ein kleines Happy End fand. Der Reisebus der Moldawier war am Montagabend schließlich repariert und gegen 18 Uhr konnten alle ihre Fahrt fortsetzen.
Von Bad Nenndorf ging es gleich weiter nach Paris. Den Abstecher nach Amsterdam ließen die jungen Künstler ausfallen. Vor der Abfahrt bedankte sich die Gruppe bei ihren Helfern mit einer kleinen Gesangs- und Tanzeinlage. Foto: privat
