STEINBERGEN (km). Nachdem der ökumenische Gottesdienst am Ostermontag zum Opfer des winterlichen Wetters wurde, beginnt die neue Saison im Haus der Weltreligionen jetzt am Samstag, dem 20. April. "Warum gerade ich, womit habe ich das verdient, was habe ich mir zu Schulden kommen lassen, wie konnten das Schicksal oder Gott das zulassen?" - Diese und ähnliche Fragen stehen im Fokus aller Veranstaltungen in diesem Jahr. Das Thema: Wenn Menschen von schweren Schicksalsschlägen überfallen werden. Die geplanten Vorträge wollen der Frage nachgehen, "inwieweit wir durch unser eigenes Tun und Lassen für unser Ergehen selbst verantwortlich sind oder ob höhere Mächte dabei mit uns ihr undurchschaubares Spiel treiben," wie es in der Ankündigung heißt. Speziell sollen dabei die Aussagen der großen Weltreligionen überprüft und in Gesprächen mit den Referenten gemeinsam nach Antworten gesucht werden. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Der erste Vortrag findet am Samstag, dem 20. April, um 17 Uhr statt. "Womit habe ich das verdient?" lautet das Thema, bei dem Referent J.-Stephan Lorenz aus Rinteln über "Schicksal und Verantwortung aus Sicht des Christentums" sinnieren wird. Der Pastor an der BDH Klinik in Hessisch Oldendorf ist gleichzeitig auch Leiter der "Chatseelsorge" der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover.
Womit habe ich das verdient, heißt es, fragten sich manche, "die mit der Gemeinheit des menschlichen Lebens konfrontiert werden". Und viele Menschen gäben sich selbst die Antwort: "Irgendwie werde ich das wohl verdient haben" - und machten ihr Schicksal an ihrem eigenen Tun und Lassen fest. Der Theologe und Pastoralpsychologe J.-Stephan Lorenz beschreibt unterschiedliche Wege zur Problemlösung.
