POHLE (pd). In großer Einmütigkeit, wenn auch nicht ohne begleitende Aussprache hat der Pohler Rat gleich drei Sanierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Die Straßensanierung für die "Wilhelmshöh", die Sanierung der Feldbrücke und die Sanierung der Elektrik im Dorfgemeinschaftshaus sind abgesegnet worden. Keine Stimme gab es in der jüngsten Ratssitzung dagegen für den Erwerb von Anteilen am Stromriesen E.ON Weser AG.
Zunächst informierte Bürgermeister Jörg Wilhelm Hupe (CDU) über die Sachlage zum Thema "Feldbrücke". Nach seinen Worten soll eine Berechnung für die Statik 9000 Euro kosten. Auf der Suche nach günstigeren Alternativen sei er fündig geworden. "Für 1500 bis 2000 Euro ließe sich das auch machen", informierte Hupe die Versammlung. Da die Jagdgenossenschaft ein großes Interesse daran habe, die Brücke endlich fertig zu bekommen, sollte nach Hupes Meinung nun eine Entscheidung gefällt werden. Einstimmig sprachen sich SPD und CDU dafür aus, einem Statiker aus Apelern den Auftrag zu erteilen. Hans-Werner Kühnel (SPD) wunderte sich allerdings darüber, dass die vorliegende Kalkulation der Verwaltung einen so hohen Betrag für die Statik aufwies. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Brücke werden mit 70 000 Euro angenommen.
Für weitere Arbeiten an der Elektrik im Dorfgemeinschaftshaus sollen nun die Aufträge erteilt werden. Rund 4450 Euro berechnet ein Fachunternehmen aus der Samtgemeinde dafür. Eberhard Hasler (CDU-Sprecher) bezeichnete das Dorfgemeinschaftshaus als "Dauerbrenner" in Bezug auf Sanierungsarbeiten und damit verbundene Kosten. Er möchte, dass so rasch wie möglich ein Schlussstrich darunter gezogen werde. Gerne hätte er einen genaueren Überblick über den tatsächlichen Leistungsumfang der Ausschreibung gehabt. Auch Kühnel wollte wissen, was denn noch alles anfalle. Bürgermeister Hupe listete die Wärmedämmung und eine neue Eingangstür auf. Jürgen Bock von der Verwaltung sagte den Ratsvertretern zu, bei der nächsten Gelegenheit darüber zu informieren, ob mit den Elektroarbeiten dann zumindest in diesem Bereich zunächst einmal ein Ende von Ausgaben zu sehen ist.
Auch beim Thema "Ausbau Wilhelmshöhe" kritisierte Hasler das Fehlen eines genauen Leistungsverzeichnisses. "Kriegen wir dafür das, was wir uns vor unserem geistigen Auge vorstellen", so seine Frage in die Runde. Nach einer kurzen Aussprache wurde bei einer Gegenstimme dafür votiert, den Auftrag zur Sanierung an eine Firma aus Peine zu vergeben. Die Kosten werden mit rund 24 700 Euro brutto angegeben. Ein klares Nein gab es bei der Abstimmung über die Frage, ob Pohle Anteile des Stromversorgers E.ON Weser kaufen möchte. 700 000 Euro hätte die Gemeinde dieses Engagement gekostet. "Das müssten wir komplett fremdfinanzieren", hielt Hasler dagegen.