LANDKREIS (em). Trotz der anhaltend winterlichen Witterung sank die Zahl der arbeitslosen Menschen im Bereich der Agentur für Arbeit Hameln im März gegenüber dem Vormonat um 275 auf 15.573 (-1,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk sank um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Von der Frühjahrsbelebung profitierten die Männer – deren Anzahl sank um 258 auf 8.779 Betroffenen. Der Rückgang bei den männlichen Arbeitslosen vollzog sich dabei nahezu ausschließlich im konjunktursensibleren Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III-Bereich).
Für den Bereich Schaumburg sind die Zahlen der Geschäftsstellen Rineln sowie Stadthagen relevant. In Rinteln beträgt die Quote 8,2 Prozent, insgesamt sind hier 1615 Menschen ohne Arbeit. In Stadthagen sind 4172 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 7 Prozent. In beiden Geschäftsstellen sind die Zahlen gegenüber dem Vormonat gesunken. Niedersachsenweit beträgt die Arbeitslosenqoute 6,9 Prozent.
Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften blieb auf dem Niveau des Vormonats: Im März wurden dem Arbeitgeber-Service 815 offene Stellen neu zur Besetzung gemeldet, das waren 9 mehr als im Vormonat (+1,1 Prozent). Im März des vergangenen Jahres war die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich stärker gewesen. Seit Jahresbeginn wurden 2.140 Stellen zur Besetzung gemeldet - 460 weniger als im Vorjahreszeitraum (-17,7 Prozent).
Anders als der Arbeitsmarkt hat der Ausbildungsmarkt zu dieser Jahreszeit Hochkonjunktur. "Es sind weniger junge Menschen als in den vergangenen Jahren auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei uns gemeldet", kommentiert Evelyne Beger, operative Geschäftsführerin bei der Agentur für Arbeit Hameln die ersten Zahlen zum Ausbildungsmarkt. "Da ist bei den Unternehmen ein Umdenken bei der Bewerberauswahl gefragt. Es gibt immer noch Arbeitgeber, die zum Teil überhöhte Anforderungen an die Ausbildungssuchenden stellen." Für das aktuelle Berufsberatungsjahr, das vom 1.10.2012 bis zum 30.09.2013 läuft, werden im März die ersten Zahlen veröffentlicht. Bisher wurden 1.878 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, 28 mehr als im März des vergangenen Jahres (+1,5 Prozent). Die Zahl der Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet sind, ist gegenüber dem Vorjahr um 401 auf 2.087 gesunken (-16,1 Prozent). Gründe hierfür sind der späte Schuljahresbeginn 2012, wodurch auch die Arbeit der Berufsberatung an den Schulen erst spät beginnen konnte und noch nicht alle Schülerinnen und Schüler persönlich durch die Berufsberatung beraten wurden. Zudem hat der doppelte Abi-Jahrgang aus 2011 in diesem Ausbildungsjahr keine Auswirkungen mehr. Damit zeichnet sich zahlenmäßig eine Entspannung auf dem heimischen Ausbildungsmarkt ab, aber für die Ausbildungsbetriebe wird es schwieriger, geeignete Bewerber zu finden.