RINTELN (km). Exakt 20 Osterfeuer brannten am vergangenen Samstag (und Sonntag) in Rinteln und den Ortsteilen ab. Trotz der eher winterlichen Witterung versammelten sich etliche Hundertschaften von Besuchern an den verschiedenen Orten um - bei Bratwurst und Bier - nach altem Brauch den Winter zu vertreiben.
"Gezündelt" wurde unter anderem in Hohenrode, Todenmann, Exten, Krankenhagen, in Wennenkamp, am Helenensee, in Goldbeck, Strücken, Westendorf, beim Kanu-Club am Weseranger, in Uchtdorf und Steinbergen. Besonders gute Kritiken gab es einmal mehr für die Veranstaltung der Ackerbürger auf dem Gut Dankersen, zu der sich über 100 Besucher eingefunden hatten. Das letzte Osterfeuer wurde am Sonntagabend im Exterfeld abgefackelt: Zum siebten Mal hatte die Nikolai-Kirchengemeinde dazu eingeladen. Dort konnten sich die Gäste - wie an allen anderen 19 Orten auch - bei gefühlten fünf Grad minus rund um das Feuer ordentlich aufwärmen.
Besonders erfreulich: Bei allen Veranstaltungen soll es dem Vernehmen nach anständig zugegangen sein. Polizei und Feuerwehr zumindest mussten offenbar nicht ein einziges Mal einschreiten. -
Was viele Gäste rund um die Scheiterhaufen vermutlich nicht wussten: "Eostar" war ursprünglich eine von den alten Sachsen und Angelsachsen verehrte Frühlingsgöttin.
Bei den Osterfeuern glaubte man einst, dass der Schein der Flamme eine reinigende Wirkung habe - und die keimende Saat vor bösen Geistern schütze.
Und so galt der Brauch auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte. Foto: km
