1. "Wind of Change" weht durch die Sportvereine

    Vereinigte Turnerschaft will sich den Herausforderungen der Zeit stellen und setzt neben Bewährtem auch auf Neues

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    RINTELN (ste). VTR-Vorsitzender Karl-Heinz Frühmark leitete keine Standard-Jahreshauptversammlung. Diesmal blies der "Wind of Change" durch die Räume des VTR-Heims, denn, so Frühmark, die von der Stadt in Auftrag gegebenen Sportentwicklungsstudie habe in Bezug auf die VTR klare Aussagen getroffen. So müsste die Vereinssportanlage an der Burgfeldsweide zukunftsträchtig erweitert und modernisiert werden und das bedeute für den Verein, dass neue und nachhaltig bedarfsorientierte Aktivitäten im Freizeit- und Gesundheitssport angeboten werden müssten. Auch das VTR-Gebäude müsse modernisiert werden und ein Sport-Mehrzweckraum müsse angegliedert werden. Die VTR habe sich daher auch an die Stadt Rinteln gewandt und dem Bürgermeister mitgeteilt, dass die VTR die Ideen der Vertiefungsstudie aufgreife und Planungen für die räumliche und personelle Optimierung der Infrastruktur des Vereins beginne. Dazu soll unter anderem das VTR-Heim zu einem Sport- und Gesundheitszentrum umgebaut werden.

    Um die Mitglieder größtmöglich mit auf den neuen Weg zu nehmen, hat der Verein eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die unter anderem auch ein Management- und Betriebskonzept entwickeln soll. Frühmark betonte, dass die neuen Trendsportarten keinesfalls die angestammten Sportarten des Vereins ersetzen sollen und können: "Wir müssen das als Wachstumsstrategie begreifen!" Langfristig soll so das Angebot im Kinder- und Jugendbereich, die Breiten- und Wettkampfsportarten der VTR gesichert werden. Und dann müsse auch noch die personelle Infrastruktur im Ehren- und Hauptamt des Vereins auf den Prüfstand gestellt werden. Auch hierzu sind die Vereinsmitglieder aufgerufen, in einem Workshop mitzuarbeiten.

    Frühmark rief dazu auf, dem "Wind of Change" eine Chance zu geben, und dabei weder Schutzmauern noch Windmühlen zu bauen. "Lasst uns offen sein für Veränderungen; ihr seid herzlich eingeladen, daran mitzuwirken!"

    Frühmark appellierte jedoch auch an Politik und Verwaltung, das Ehrenamt, das in der VTR keine "...leere Worthülse" sei, weiter zu unterstützen: "Wir brauchen ideelle und finanzielle Unterstützung, um unsere Projekte für einen zentral in Rinteln gelegenen motivierten und engagierten Verein umzusetzen!"

    Und dann zeigte Frühmark auch auf, dass sich diese Investitionen lohnen. Denn für langjährige - und damit offenbar auch zufriedene - Mitglieder gab es Ehrungen: 25 Jahre dabei sind Stefanie Battefeld, Karl-Heinz Blaue, Margret Busche, Bernhard Priesmeier, Gerlinde Schmitz, Birgit Schock und Gerda Würfel. Die Urkunden für weitere 25-Jährige werden an sie übersandt. Für 40 Jahre VTR-Treue konnten Birgit Brockmann, Rainer Hundertmark, Heinz Scheibel, Ursula Schlame, Friederike Schröder und Andreas Wruck geehrt werden. Seit 50 Jahren VTR-Mitglieder sind Wilma Brockmann, Heinz Eckert, Lutz Graske und Uschi Opara. Auch hier werden wieder Urkunden für weitere Jubilare, die nicht anwesend waren, versandt.

    Bei den Wahlen wurden Christina Cordts als stellvertretende Vorsitzende erneut gewählt, Schatzmeisterin bleibt Beate Andritzke-Leibig, neue Oberturnwartin wird Annekristin Grundstedt für den scheidenden Daniel Heil, Pressewart bleibt Marco Vogt und neuer Jugendwart ist Rolf Becker, der den Posten von Fabian Meister übernimmt.

    Als stellvertretende Bürgermeisterin lobte Ursula Helmhold die Arbeit des ältesten Rintelner Vereins. Sie unterstützte den Wandel und die Neuorientierung aufgrund des demografischen Wandels und forderte Synergieeffekte durch Zusammenarbeit und Kooperationen sowie Netzwerkbildung.

    Foto: ste

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