1. Kriminal-Statistik 2012: Weniger Straftaten und hohe Aufklärung

    Polizei setzt verstärkt auf Prävention / Zahl der Jung-Täter ist rückläufig

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    RINTELN (km). "So wenig Straftaten wie moch nie - Präventionskonzepte greifen", so hat die Polizei ihre am Donnerstag vorgestellte Kriminal-Statistik überschrieben. Und in der Tat: Dienststellenleiter Wilfried Korte und Jörg Stuchlik, der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes konnten eine noch erfreulichere Bilanz als schon im letzten Jahr präsentieren.

    Die Gesamtzahl der bearbeiteten Fälle lag mit 1650 deutlich unter der des Vorjahres (1760). Die Aufklärungsquote konnte zwar den Rekord-Wert von 2011 (65,23 Prozent) nicht ganz erreichen, konnte sich aber sicher über der 60-Prozent-Grenze stabilisieren.

    Zu den umfangreichen Ermittlungsverfahren zählte unter anderem eine Serie von Einbrüchen in Kindergärten, Schulen, Verkaufsräume und Privatwohnungen mitten des Jahres. Insgesamt wurden 24 Einzeltaten in Rinteln und Ostwestfalen registriert, bei denen es die Täter auf Bargeld, Wertgegenstände und Computer abgesehen hatten. Der Polizei gelang es schließlich, eine fünfköpfige Tätergruppe zu ermitteln, die in wechselnden Besetzungen agierten. Drei davon wurden mittlerweile zu Haftstrafen bis zu drei Jahren verurteilt, zwei Täter bekamen Bewährungsstrafen.

    Eine weitere Sonderkommission ("Ajak") reüssierte bei ihrer Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegales Handeln mit Heroin: Zwei Hauptverdächtige, die unter Verdacht stehen, "nicht geringe Mengen von Betäubungsmitteln" eingeführt zu haben, wurden gestellt. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

    Bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (58 Prozent weniger als im Vorjahr) hatten die Täter die schlechtesten Karten: 97.8 Prozent aller Fälle wurden aufgeklärt. In Sachen "Rohheitsdelikte" - Raub, und Körperverletzungs - mussten die Ordnungshüter insgesamt exakt 250 Fälle bearbeiten. Zwölf Raubdelikte sowie 164 Körperverletzungen standen auf dem Programm. Bemerkenswert auch hier die Aufklärungs-Quote (AQ) von über 88 Prozent. Bei den "Stalking"-Vergehen gar konnten alle 13 Fälle aufgeklärt werden.

    Bei den Diebstählen musste ein knappes Plus von drei Prozent registriert werden. Allerdings konnten die Ermittler immerhin gut 42 Prozent davon aufklären. Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikt (300 Fälle) gab es gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 15,5 Prozent. Aber auch in diesem Segment konnte die Polizei mit über 79 Prozent sehr gute Aufklärungs-Arbeit leisten. -

    Den Erfolg ihrer Arbeit führen die heimischen Ordnungshüter zum einem großen Teil auf ihre umfangreichen Präventionsmaßnahmen zurück, wie Revierleiter Wilfried Korte noch einmal herausstellte. Dazu gehörten im vergangenen Jahr unter anderem der Einsatz von Schulpaten, Besuche in Altenheimen und Schulen, die Betreuung von Besuchergruppen, Maßnahmen zur Stärkung und Förderung von Zivilcourage, die Unterstützung der Jugendarbeit in den Gemeinden sowie Aufklärungsaktionen - zum Beispiel zur Reduzierung von Tageswohnungseinbrüchen in der dunklen Jahreszeit. Als besonderen Erfolg befand Korte den Wettbewerb unter dem Titel "Rinteln - eine tolerante Stadt!?", für die Udo Lindenberg die Schirmherrschaft übernommen hatte. Erst vor wenigen Tagen waren über 400 Schüler dabei, als die Geldpreise in Höhe von 3200 Euro übergeben wurden. -

    Verstärkt auf Prävention setzt auch die Verkehrspolizei, wie Einsatz- und Streifendienstleiter Mirko Titze erklärte. Dazu gehörten umfangreiche Aufklärungsmaßnahmen ebenso wie weiterhin regelmäßige Kontrollen an den Unfallschwerpunkten. Die Zahlen für das vergangene Jahr konnten auf jeden Fall überzeugen: Die Gesamtzahl der Unfälle fiel von 820 auf 757, die der leichten Personenschäden von 147 auf 136 und die der Unfälle mit dramatischeren Folgen von 35 auf 27. Tödlich endete im letzten Jahr ein Unfall, 2011 waren es noch vier. Foto: km

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