RIEHE (bt). "Kann sich das jeder auszahlen lassen", lautete die vermutlich nicht ganz ernst gemeinte Frage aus dem Publikum beim Fasselabend der Gemeinde Suthfeld, als Bürgermeister Horst Schlüter über die Gemeindefinanzen sprach. Schlüter stellte die Zahlen des kürzlich im Gemeinderat verabschiedeten Haushalts für das laufende Jahr vor, nannte anstehende Vorhaben und Investitionen beim Namen und verkündete schließlich: "Die Höhe der Rücklage im Haushalt beläuft sich gegenwärtig auf 513.556 Euro". Dies bedeute, so der Bürgermeister weiter, einen Rücklagenbetrag pro Einwohner von rund 356 Euro. Seit zwanzig Jahren ist die Gemeinde Suthfeld schuldenfrei. Dem vielleicht auch nicht ganz ernst gemeinten, von Gelächter begleiteten Vorschlag aus dem Publikum, den gesamten Betrag zu investieren, damit das Geld nicht einer eventuellen Einheitsgemeinde Nenndorf in die Hände falle, konnte Schlüter nichts abgewinnen. Schlüters Antwort: "Mit mir nicht. Ich mache keine Schulden. Da müsst ihr euch jemand anders suchen".
Während des von etwa 90 Personen besuchten Fasselabends im Landgasthaus Fischer rollte der Bürgermeister in rund neunzig Minuten einen breiten Informationsteppich vor seinen Zuhörern aus und dankte zudem den zahlreichen Helfern, die in den drei Mitgliedsgemeinden dafür sorgen, dass das Leben in den Orten schön und das Ortsbild in Ordnung sei. Er sprach den Zustand des Spielplatzes am Sportgelände in Kreuzriehe an und mahnte: "Der Platz soll attraktiver werden und ist deshalb ansprechender zu gestalten." Der Platz in Helsinghausen werde auf Wunsch der Eltern erhalten und erneuert. In Riehe seien an dem Spielplatz bereits erste Verschönerungsarbeiten ausgeführt worden. Schlüter rief die Eltern in den Orten auf, sich an der Neugestaltung der Spielplätze zu beteiligen. Letztes Jahr habe es kaum eine Reaktion auf seinen Aufruf gegeben, als es darum gegangen sei, den Platz in Kreuzriehe zu verbessern. Neben den Spielplätzen wird im Laufe des Jahres in die Erneuerung des Warmwasserspeichers und die Sanierung der Flutlichtanlage in Riehe investiert. 40.000 Euro stehen weiterhin im Haushalt bereit, sollte es zu einer Neugestaltung der Zuwegung zur Biogasanlage kommen. 200.000 Euro sind vorgesehen für den Straßenbau "Am Pfingstanger" in Riehe sowie weitere Reparatur- und Sanierungsarbeiten an Straßen. Demnächst wird zu einer Anliegerversammlung eingeladen. Dann sollen die Anwohner über den Ausbau der Straße "Am Pfingstanger" informiert werden. Die Bauleitplanung "An der Ziegelei 2" ist nach den Worten des Bürgermeisters abgeschlossen. Erste Grundstücke sind bereits verkauft. Beim Winterdienst kamen nach den Worten Schlüters in den letzten Jahren örtliche Landwirte zum Einsatz. Nach seiner Einschätzung habe in den vergangenen drei Jahren jede Straße befahren werden können, da stets ordentlich geräumt gewesen sei. Widerspruch aus dem Publikum: Das sei nicht immer, vor allem am Ortsrand, der Fall gewesen. Schlüter bat darum, ihn anzurufen, sollte so etwas mal wieder der Fall sein. Er sagte aber auch: "Wir können natürlich nicht ganz früh morgens bereits alles geräumt haben". Foto: bt
