1. Bürgermeister Reese verlässt die SPD

    Diverse Anwürfe und Herabsetzungen führen zu Reeses Austritt nach über 27 Jahren Mitgliedschaft in der Partei

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    BAD NENNDORF (Ka). Stadtdirektor und Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese hat seine Konsequenzen gezogen und ist am 28. Februar 2013 aus der SPD ausgetreten.

    In einem Schreiben an den SPD-Ortsvorsitzenden Volker Busse legte Reese eine Erklärung ab, in der er Stellung bezog und unter seine 27 1/2-jährige SPD-Mitgliedschaft einen Schlussstrich zog.

    Als Gründe benannte er die ständigen Anwürfe und Herabsetzungen die seiner Person galten und auch die Abläufe der Kandidatenbestimmung zur Samtgemeindebürgermeisterwahl 2014 waren Stein des Anstoßes. Auf wiederholte Nachfrage habe Reese immer wieder betont, dass er noch einmal kandidieren will und diesbezüglich auf Unterstützung aus den Reihen hofft. Zumal es sich um seine berufliche Perspektive handelt. Für den Samtgemeindebürgermeister-Stuhl hatte es die IGS Schaumburg im Jahr 2006 verlassen und wurde somit auch als Lehrer entlassen. Reese bemängelt die Vorgehensweise, die sich mit den Bewerbungen von Sigmar Sandmann und Bernd Hothan um die Position ergeben hat.

    Dabei geht es ihm nicht um die Personen und ihre Bereitschaft, sich einer Wahl zu stellen, sondern um die Abläufe und die Nominierungen, die in den eigenen Reihen stattfanden. Reese: "Nach meiner Beurteilung hat es in einer Vorstandssitzung im Juni 2012 während meiner urlaubsbedingten Abwesenheit eine einstimmige Vorstandsentscheidung gegen mich und für einen später zu bestimmenden neuen Kandidaten gegeben. Diese Vorgehensweise, diesen Ablauf habe ich wiederholt kritisiert und am 28. Februar 2013 die Konsequenzen gezogen. Ich bleibe ein Bürgermeister und Kandidat, der durch Herkunft und Entwicklung geprägt, sich den sozialen und politischen Aufgaben dieser Zeit stellt." Reese dreht der SPD den Rücken und sendet sein Parteibuch und die Urkunde direkt nach Berlin, steht aber einer neuen Samtgemeindebürgermeister-Wahl aufgeschlossen gegenüber.

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