1. "Tabula Rasa" im Nenndorfer Kurpark

    Beginn der umfangreichen Abholzaktion / Freier Blick auf die Esplanade / Unterschiedliche Meinungen der Passanten

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (pd). Der Ausblick ist neu und sorgt für Diskussionen unter den Passanten: Im Kurpark zwischen Musikmuschel, dem Hotel Esplanade und der Wandelhalle haben Holzfacharbeiter am Donnerstag ganze Arbeit geleistet. Auch im oberen Bereich neben dem Schlösschen sind Bäume gefällt worden. Alles dient der umfassenden Sanierung des Kurparks. Mit unterschiedlichen Meinungen haben Passanten die Aktion begleitet (siehe Kasten).

    Das Gesicht des Kurparks von Bad Nenndorf verändert sich im großen Stil. Lange hat die Politik diskutiert, abgewogen und am Ende beschlossen, dass unter anderem neue Sichtachsen geschaffen werden und der Bereich vor der Esplanade freigestellt wird. Seit Donnerstag sind die Abholzarbeiten im Gange. Betroffen sind nahezu alle Bereiche des Parks. Auch um Raum für den geplanten Parkplatz zwischen Post- und Kurhausstraße zu schaffen und für den gewünschten "Fahrweg" von der Bahnhofstraße hin zum Veranstaltungsbereich rund um die Musikmuschel zu erhalten.

    Besonders augenfällig dabei das Abholzen von vier Linden, die bislang den Blick vom Bereich Musikmuschel hin zum Hotel Esplanade versperrt haben. Obwohl im Zuge der langwierigen Vorarbeiten alle zuständigen Stellen ihre Zustimmung zu der großangelegten Abholzaktion erteilt haben, fallen die Meinungen vieler Passanten dazu nicht gerade positiv aus.

    Vor allem die Begründung, viele der Bäume seien ohnehin krank gewesen, stößt auf Skepsis. Werner Tadge kann auch nur den Kopf schütteln beim Anblick der gefällten Riesen und der kahlen Stellen im Kurpark. "Das würde mich doch interessieren, wer das behauptet hat", so sein Kommentar. Freuen würden sich über das Abholzen wohl nur diejenigen, die mit Holz heizen würden.

    Viele Passanten sind wütend beim Anblick ungewohnten freien Blick auf die Esplanade. Hier sind unter anderem vier stattliche Linden der Kettensäge zum Opfer gefallen, die annähernd 200 Jahre alt waren und gut 30 Meter Länge aufweisen konnten. Aus dem Rathaus kommt der Hinweis, dass am Ende mehr Bäume neu angepflanzt als gefällt werden.

    Die Fällarbeiten sind noch nicht beendet. Auch an der Süntelbuchenallee sollen Bäume gefällt werden. Foto: pd

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an