Kämmerer Frank Behrens erntete viel Lob für seinen vorgelegten Haushalt. Behrens verkündete, dass im Ergebnishaushalt ein Überschuss in Höhe von 163.200 Euro vorliegt. Ausgaben von 13,6 Mio. stehen Einnahmen von 13,76 Mio. gegenüber. Seine Bewertung: "Wir können unsere Abschreibungen erwirtschaften". Der Finanzhaushalt sieht nach Meinung des Kämmerers "sehr gut aus". Gut 930.000 Euro können bei der "laufenden Verwaltungstätigkeit" als Überschuss erzielt werden. Der Finanzhaushalt steht mit vorgesehen 3,4 Mio. Euro im Zeichen kräftiger Investitionsvorhaben. Der Gesamtbetrag des Finanzhaushalts beläuft sich bei Einnahmen und Ausgaben auf 16,6 Mio. Euro. 2,38 Mio. Euro müssen an Krediten aufgenommen werden, 485.100 Euro werden getilgt.
Die Nettoneuverschuldung liegt bei 1,89 Mio. Euro.
Die Finanzplanung der Samtgemeinde sieht für 2014 eine Kreditaufnahme über rund 3,7 Mio. Euro vor. Der Grund ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des Bauhofs, beides in Bad Nenndorf. Das Bauvorhaben des Gerätehauses wird mit etwa 2,1 Mio. Euro veranschlagt, beim Bauhof liegen die Kosten bei 1,4 Mio. Euro. Die Samtgemeinde zwicken im laufenden Jahr Schulden von über 11 Mio. Euro. 2014 klettert der Schuldenberg auf über 14,3 Mio. Euro. Zinsen und Tilgung werden dann nach Aussage von Behrens auf über 1 Mio. Euro jährlich steigen. Dies wird aber, so der Kämmerer, zu ertragen sein, da in den nächsten Jahren Überschüsse im Ergebnishaushalt erwirtschaftet werden können, vorausgesetzt, die wirtschaftliche Lage bleibt stabil. In den Haushalt 2013 sind für die Planungen der beiden Neubauten 208.000 Euro beim Bauhof und 312.000 Euro beim Feuerwehrgerätehaus eingestellt. Mit rund 1,4 Mio. Euro werden Abwasserleitungen saniert, für die Herrichtung der Grundschule Haste als Ganztagsschule sind 210.000 Euro eingeplant. An Kosten für die Erneuerung der Lüftungsanlage der Sporthalle in Haste rechnet die Samtgemeinde mit 350.000 Euro, für den Austausch der Hallenbeleuchtung in Waltringhausen mit 50.000 Euro. Für SPD-Sprecher Sigmar Sandmann steht fest: "Wir können unsere Immobilien nicht verfallen lassen". Die vorgesehen Investitionen würden über 25 Jahre Bestand haben. Die SPD könne dem Haushalt "getrost zustimmen". Werner Bövers (CDU) plädierte vor dem Hintergrund des Zuschussbedarfs in Höhe von 1,9 Mio. Euro für die Einrichtungen der Kinderbetreuung dafür, daran nicht zu sparen. "Unsere Kinder sollen die bestmögliche Ausbildung erhalten" führte er an. Er kündigte die Zustimmung seiner Fraktion zum Etat an. Über "Bauchschmerzen" klagte Heiner Wrede (Die Grünen), signalisierte aber seine Zustimmung. Deutliche Kritik kam von Uwe Engelking (WGN): "Der Haushalt ist extremst schuldenmäßig angewachsen". Um zu einer dauerhaften Lösung beim Neubau des Gerätehauses zu gelangen, müssten vorher alle Feuerwehren an einen Tisch und die Mitgliedsgemeinden müssten sagen, was sie vom Bauhof in Anspruch nehmen wollen. Die WGN - Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung, allein WGN - Ratsfrau Heike Beiersdorfer stimmte mit Nein. Foto: bt
