RINTELN (km). "Wo gute Arbeit geleistet wird, da muss man über Geld nicht reden," befand Superintendent Andreas Kühne-Glaser bei der konstituierenden Sitzung des neuen Kirchenkreistages (KKT) im Gemeindehaus der Fischbecker Johannis-Kirchengemeinde - und gab bei seinen Gedanken über die Aufgaben des Kirchenkreistages in der kommenden Legislaturperiode gleichzeitig eine Losung aus: "Wir wollen uns künftig wieder mehr um Inhalte kümmern."
Dass die Finanzlage der Kirchen nicht zum Besten bestellt ist, dürfte gemeinhin bekannt sein. Gleichwohl konnte Andreas Kühne-Glaser seine Eingangsthese eindrucksvoll erläutern. Mittlerweile habe er in den vergangenen Jahren alle zum Kirchenkreis gehörenden Gemeinden visitiert - und dabei viele nachhaltige Eindrücke sammeln können. Als besonders lobenswertes Beispiel für die "gute Arbeit" nannte der Superintendent die Kirchengemeinde Großenwieden, in der durch vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten die soziale Infrastrukur im positivsten Sinn regelrecht "aufgemischt" worden sei.
Beim nächsten Tagesordnungspunkten wurden zunächst die Mitglieder des Kirchenkreistages "vereidigt", bevor die Beschlussfähigkeit des Parlamentes festgestellt werden konnte. Bei den folgenden Wahlen wurde Dr. Michael Behrndt als Vorsitzender des Kirchenkreistages in seinem Amt bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das rund 50-köpfige Plenum Pastor Michael Hensel aus Hessisch Oldendorf.
Seit dem Beginn des laufenden Jahres gilt unterdessen eine strukturelle Neuerung: Das Wahlrecht wurde modifiziert. Bislang hatte jede Gemeinde mindestens einen Vertreter in den Kirchenkreistag entsenden können - je nach Größe entsprechend mehr. Ab sofort sind die Wahlbezirke in den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont jetzt in vier Regionen aufgeteilt: Dem Wesertal mit zehn Abgeordneten sowie den Regionen Rinteln (neun), Obernkirchen/Auetal (sieben) und der Nordregion (siebzehn).
Auf die Ausschüsse, die bei der Arbeit im Kirchenkreistag eine zentrale Funktion erfüllen, hat die "topografische" Veränderung allerdings keine Auswirkungen. Jedes Mitglied, hatte sich Andreas Kühne-Glaser gewünscht, sollte seine Fähigkeiten auch in einem Ausschuss einbringen. Acht Möglichkeiten stehen den Kandidaten zur Auswahl: Die Ausschüsse für Gemeindearbeit, für die Partnerschaft mit Südafrika, der Bauausschuss, der Diakonieausschuss, der Finanz- und Planungsausschuss, der Ausschuss für Gemeindeaufbau, der Schulausschuss und der Jugendausschuss. Foto: km
