RINTELN (km). Über Geschmack sollte man ja bekanntlich nicht streiten - aber: Beim Anblick so manchen öffentlichen Kunstwerkes will einfach keine Freude aufkommen - überhaupt keine. Wer zum Beispiel regelmäßig den Kreisel in der Nordstadt passiert, der mag sich fragen: Was haben sich die Verantwortlichen bei der Gestaltung des inneren Bereiches eigentlich gedacht?! -
Gerade, wenn bei düsterem Regenwetter die beiden rostigen "Stelen" im braun zerzausten Gemüse ins Blickfeld geraten, da kommt bisweilen...nachgerade Missmut oder gar Depression auf. Gern würde man sich "Kunstbanause!" titulieren lassen, wenn den Augen als Entschädigung dafür etwas Witziges, Originelles, Farbenfrohes geboten würde, das dem Winter-Trübsal Paroli zu bieten vermag. Dass die - theoretisch - tollste Kunst eigentlich nicht akzeptabel sein kann, wenn sie zu null Prozent unterhaltsam ist, ein dröges Gemüt macht und die Sterne aus der Seele gurkt, das mag auch so machem Autofahrer in den Sinn kommen, der von der Krankenhäger Straße nach links in Richtung Seetor abbiegen möchte. Unversehens versperren ihm diese hässlichen "Dinger" mit den lieben Grüßen für Ankömmlinge und den guten Wünschen für jene, die sich aus dem Staub machen, die Sicht auf den vorfahrtberechtigen Verkehr - und nötigen ihn, den Hals zu recken. Und wenn‘s deswegen dann mal so richtig knallt, dann heißt es: Ars longa, vita brevis.
