1. Brandmeister nimmt kein Blatt vor den Mund

    Christian Voß fordert mehr Anerkennung

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    EXTEN (ste). Es hat eine gewisse Tradition auf Generalversammlungen der Extener Ortswehr, dass man öffentlich von der Verwaltungsspitze Zugeständnisse abfordert, die man im Vorfeld vermisste. Ortsbrandmeister Christian Voß hielt sich an diese Tradition und forderte den Bürgermeister dazu auf, ähnlich wie sein Amtskollege in Bad Eilsen, in der Frage von Fahrzeugbeschaffungen "...alles zu bezahlen, was nötig ist; solange es keine goldenen Griffe sind!" Karl-Heinz Buchholz lud ihn ein zu "friedlichen Gesprächen" im Rathaus mit Bürgermeister und Stadtbrandmeister. Dabei sparte Buchholz nicht mit einem Bekenntnis für alle Rintelner Feuerwehren, verwies dennoch auf den millionenstarken Jahresetat für die Wehren und die über Jahre geplanten Anschaffungen.

    Exten hatte im letzten Jahr ordentlich was zu tun. Elf Mal rückte die Wehr zu Brandeinsätzen aus, 14 Hilfeleistungen wurden gefahren. Voß bilanzierte die doppelte Arbeitsbelastung wie im Vorjahr und kritisierte, dass die Förderung des Ehrenamtes bei der Feuerwehr noch nicht angekommen sei: "Es scheint selbstverständlich zu sein, dass man sich bei Minusgraden im Einsatz den Arsch abfriert!" Außerdem sei "heimlich" im Feuerwehrhaus das Telefon abgestellt worden mit dem Hinweis, dass jeder heute ein Handy habe: "Das hat nichts mit Förderung des Ehrenamtes zu tun!"

    Die "Tagesverfügbarkeit" der Wehr - ein immer wichtiger werdender Faktor - war mit 14 Kameradinnen und Kameraden von 46 Aktiven im letzten Jahr gut. Schon jetzt bemüht sich die Wehr um die Neubeschaffung eines HLF 10 als Ersatz für das LF 8; 2015 soll es soweit sein. Schon lange wartet die Wehr auch auf die neue Schmutzwasserpumpe für Hochwassereinsätze: "Marke Chiemsee Mini!"

    Neu aufgenommen wurden Madline Hoppe, Sören Peters, Ilona Stock und Katharina Schwanczar. Befördern konnte Voß Stefan Schumacher und Domenique Rauchfuß zu Feuerwehrmännern, Katharina Kirstein zur Oberfeuerwehrfrau und Manfred Wohlmuth zum Hauptfeuerwehrmann. Benjamin Heim wurde Löschmeister. Geehrt für 40 Jahre wurden Heinrich Feldmann und Willi Mohrmann. Den Dankespokal der Wehr erhielt Stephan Wedler. Foto: ste

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