1. Auch beim SC Deckbergen-Schaumburg bestimmt mitunter das Geld das Engagement

    Verein zahlt weder Fahr- noch Handgeld und verliert dadurch einige Spieler an andere Vereine

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    DECKBERGEN/SCHAUMBURG (ste). Der SC Deckbergen-Schaumburg verabschiedete jetzt auf der Jahreshauptversammlung eine Erklärung über das Selbstverständnis des Vereins und zur Frage: "Wofür stehen wir?" Auf Basis dieser Erklärung, die von den Mitgliedern ausdrücklich gelobt wurde, will sich der Verein künftig entwickeln und gegenüber der Stadt Rinteln verdeutlichen, welche Ziele man verfolgt. Vorsitzender Dirk Bredemeier und sein Vorstand formulierten in diesem Positionspapier auch, dass man die Sport- und Vereinsstätten am Standort der Schule und Sporthalle im Ortskern von Deckbergen zusammenführen wolle und man sich für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses Schaumburg einsetzen werde. Die derzeitige räumliche Situation des Vereins ist gelinde als "unglücklich" zu bezeichnen. Ebenso wie der TSV Krankenhagen wartet der SC Deckbergen-Schaumburg seit Jahren auf eine Lösung, damit Planungssicherheit für Investitionen gegeben ist. So sahen es auch die Sportentwicklungsplaner, die von der Stadt Rinteln engagiert wurden, um eine entsprechende Planung zu erstellen. "Deckbergen-Schaumburg ist in der 1-A-Priorität!" Die von den Planern angestrebte Kombinationen als Sport- und Gemeinschaftshaus mit gleichzeitiger Nutzung durch die Feuerwehr sieht der Verein als unproblematisch an. Wichtig, so Bredemeier, sei, dass nach 15 Jahre "Warteschleife" endlich etwas passiere. Die Mitgliederzahlen des Vereins machen um die Zukunft des Vereins jedenfalls keine Sorgen. 612 waren es zum Jahresbeginn. In diesem Jahr will der Verein seine Bestrebungen für mehr Angebote auch für passive Mitglieder weiter fortführen.

    Aus den einzelnen Sparten folgten dann die Berichte. Sabine Ehrlich lud ein zum 40-jährigen Jubiläum der Tischtennis-Sparte am 8. Juni. Im Bereich der Gymnastik sind die Teilnehmerzahlen konstant und Gisela Stasitzek hob Sport und Geselligkeit der Teilnehmer hervor.

    Beim Fußball regierte wie in vielen Verein das Geld. Da der SC Deckbergen-Schaumburg Spielern weder Fahr- noch Handgeld bezahlt, gab es einige Abgänge aus den einzelnen Mannschaften. Erfreuliche Mitteilungen gab es aus dem Frauenfußball. Sie wurden Herbstmeister in der Bezirksliga Hannover. Siegbert Schuba mahnte die Vereinsmitglieder zu mehr Hilfe bei Veranstaltungen an: "Nur gemeinsam sind wir stark!"

    Für lange Vereinstreue auszeichnen konnte Bredemeier für 25 Jahre Gerhard Müller, Rosalinde Müller, Torben Stemme und Raimund Volkmer. Für 40 Jahre wurden Cord Bredemeier, Manfred Kuhlmann, Wilhelm Kuhlmann, Claus-Edwin Neelmeier, Thorsten Rinne, Andreas Stemme, Thorsten Töhte und Hartmut Wehmeyer geerht. 50 Jahre dabei sind Karl-Heinz Meyer, Siegberg Schuba, Wilfried Stemme und Horste Zeise. 60 Jahre im Verein sind Heinz Richly, Heinz Stasitzek und Werner Wehrhahn. Seit 65 Jahren SC‘ler sind Karl Gehrke und August Nolte sen.

    Foto: privat

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