WALTRINGHAUSEN (Ka). Die Gäste aus Politik und Feuerwehr lobten die vorbildliche Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Waltringhausen. Sieben Kinder sind in der Kinderfeuerwehr, den Feuerkobolden aktiv und weitere 21 Jugendliche engagieren sich in der Jugendfeuerwehr. Keiner der Verantwortlichen um Ortsbrandmeister Kim Röhrbein und Jugendfeuerwehrwart Steffen Preußing kann sich erinnern, jemals so viele Mitglieder in den Jugendabteilungen gesehen zu haben. Jugendarbeit und Mitgliederwerbung sind in der heutigen Zeit enorm wichtig. Viele Mitglieder arbeiten tagsüber außerhalb der Samtgemeinde und stehen für Einsätze nicht zur Verfügung. Zudem sind die Bevölkerungszahlen rückläufig. Eine Werbekampagne des Innenministeriums unterstützt die Wehren mit Kino-Spots und einheitlichen Werbeplakaten.
Die Kinderfeuerwehr um Marco Tannigel traf sich in ihrem fünften Jahr zu gemeinsamen Aktionen, Ausflügen und Spielen. Auch Preußing berichtete von zahlreichen Diensten rund um allgemeine Jugendarbeit mit Sport und gemeinschaftliche Aktionen, wie auch Wettbewerben und feuerwehrtechnische Einheiten. Drei Einsätze meldeten die Aktiven. Im letzten Jahr sorgten eine Gasexplosion in einem Wohnhaus und zwei Fehlalarme für das Ausrücken. Der Umbau des Feuerwehrhauses ist endlich abgeschlossen. In 2012 brachten die Feuerwehrleute besonders die sanitären Anlagen auf Vordermann. Sie leisteten neben Beruf, Familie und freiwilligem Feuerwehrdienst viele weitere Stunden an ehrenamtlichem Engagement. In 2013 erfolgt die energetische Sanierung des Gebäudes. Es wird gedämmt und neu gestrichen. Diese Arbeiten übernehmen Fachfirmen im Auftrag der Samtgemeinde. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese informierte, dass die Fachausschüsse sachlich und zielorientiert den Haushalt-Beschluss 2013 gefasst haben. Zusätzliche Einnahmen im Bereich der Feuerwehren stellte Reese durch eine geänderte Gebührensatzung in Aussicht. Aufgrund neuester rechtlicher Rahmenbedingungen erhebt die Samtgemeinde künftig bei Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen eine Gebühr. Der Gesetzgeber erhofft sich dadurch eine insgesamt bessere Wartung und eine Reduzierung der Fehlalarme. Die Feuerwehrleute Roland Britz, Sven Döpke, Steffen Preußing, Marco Tannigel und Michael Zimmermann erhielten von Bernd Reese ihre neuen Feuerwehrführerscheine. Ebenfalls durch eine Gesetzesänderung ist es möglich geworden, durch eine Zusatzausbildung die Berechtigung zu erwerben, im Ernstfall Einsatzfahrzeuge bis 7,49 Tonnen zu führen, auch wenn der normale Führerschein dieses nicht vorsieht. Abschnittsleiter Uwe Blume beförderte Ortsbrandmeister Kim Röhrbein zum Oberbrandmeister. Sein Stellvertreter Lars Hecht erhielt durch Gemeindebrandmeister Friedhelm Möller die Beförderungsurkunde zum Ersten Hauptlöschmeister und Stephan Gerland erhielt den zusätzlichen Stern zum Oberlöschmeister. Mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 50-jährige Mitgliedschaft zeichnete Blume den Hauptfeuerwehrmann Wolfgang Helmerding aus der seit 1963 bis zum Erreichen der Altersgrenze aktives Mitglied der Feuerwehr war. Für 50-jährige fördernde Mitgliedschaft ehrte der Ortsbrandmeister Lothar Struckmeier und würdigte die 40 –jährige Unterstützung von Erwin Nolte und Werner Tatge.
