HASTE (tau). Seit Montag steht im Bahnhof Haste der ICE "Århus" und blockiert die Überholspur. Aufgrund eines technischen Defekts am Drehgestell musste der Schnellzug, der sich von Minden nach Hannover auf einer Zulassungsfahrt befand, dort außerplanmäßig anhalten. Ein erster Bergungsversuch scheiterte am Dienstag. Es gelang nicht, den liegengebliebenen Zug mit einem anderen Triebwagen zu koppeln, um ihn zur Reparatur nach Krefeld zu schleppen, wie Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst mitteilte. Inzwischen ist das kaputte Gestell, vergleichbar mit einem Radwechsel beim Auto, ausgetauscht. Voraussichtlich am kommenden Montag soll die Reise zur Überprüfung nach Hamburg dann weitergehen. In dieser Zeit läuft einer der vier Dieselmotoren des Zuges rund um die Uhr, damit der ICE nicht einfriert. Die ausgestoßenen Abgase und Lärmemissionen hält Brunkhorst allerdings für vertretbar.
Wegen eines vorgenommenen Ausbaus der Neigetechnik muss der ICE vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) für den Betrieb erneut genehmigt werden, erklärt die Bahnsprecherin. Zulassungsfahrten gehören demnach zum üblichen Prozedere.
Die Bahn hatte aber eigentlich geplant, mit einer Optimierung ihrer ICE-Flotte, dazu zählt auch ein Austausch von Achsen und Antriebssystemen, störungsunanfälliger zu werden und damit Werkstattaufenthalte ihrer Hochgeschwindigkeitszüge zu reduzieren. Das ist mit Blick auf den ICE "Århus" wohl vorerst gescheitert. Foto: privat
