RINTELN (ste). Schneebedeckt liegt die Streuobstwiese in Hohenrode. Tief winterlich mutet es an, Hecken und Bäume sind weiß. Doch gerade in dieser kalten Jahreszeit wird es notwendig, dass die Ehrenamtlichen der NABU-Gruppe Rinteln sich zu einem Einsatz in Sachen Naturschutz auf dem Pachtgebiet treffen. Denn so romantisch das Winterbild der Streuobstwiese mit der NABU-eigenen Skuddenherde auch anmutet, so wichtig ist es jetzt, die wertvollen Obstbäume vor Schäden zu schützen. "Die Schafe haben bereits begonnen, die Rinde der älteren Bäume anzufressen", weiß Britta Raabe, NABU-Schutzgebietsbetreuerin in Hohenrode.
An Futtermangel liegt es nicht, wie Raabe erläutert, denn die Skudden gehören zu den genügsamen Landschafen - eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse aus dem Baltikum. Die Skudden kratzen sich das Gras unter dem Schnee frei und verschmähen derzeit größtenteils noch das Heu, welches ihnen im Stall angeboten wird. "Sie lieben die junge Rinde der Obstbäume einfach zu sehr, so dass die bislang noch nicht mit Fraßschutz ausgestatteten Bäume leiden müssen", so Raabe. "Wir freuen uns, dass die Skudden die Obstwiese freihalten, doch ab und zu müssen wir unseren wollenen Landschaftspflegern auf die Sprünge helfen, damit sie nur das fressen, was sie auch fressen sollen", so Raabe augenzwinkernd.
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