1. 41 Millionen Sekunden um die Bewohner gekümmert

    Neujahrsempfang im Curanum

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    BAD NENNDORF (jl). Mit musikalischen Tönen, Segenswünschen, lieben Grußworten, aber auch ein wenig Kritik hat die Seniorenresidenz Curanum seinen Neujahrsempfang gefeiert. Neben zahlreichen Heimbewohnern nahmen auch Vertreter der Stadt, der Kirche und des Kulturforums an der Veranstaltung teil. Musikalisch empfangen wurde das neue Jahr durch das Quartett um Georg Kovacs. Direktor Peter Langenau erinnerte sich, am vergangenen Neujahrsempfang gerade 100 Tage im Dienst gewesen zu sein. "Heute sind es genau 475 Tage oder anders ausgedrückt 41 040 000 Sekunden." Davon habe er mehr als 12 Millionen Sekunden in der Einrichtung verbracht – "einen großen Teil meines Lebens". Er sei nicht nur sehr glücklich darüber, sondern auch dankbar dafür. Vom Entspannungsraum über den Internetanschluss bis hin zur Fertigstellung des Überganges von Haus A zu Haus B sei im vergangenen Jahr viel erreicht und bewegt worden. Ebenfalls sehen lassen kann sich die Belegungsquote von 98 Prozent. "Mittlerweile haben wir sogar schon Wartelisten", verriet der Direktor stolz. Als einen wichtigen Schritt bezeichnete er zudem die Trennung von Zeitarbeitsfirmen. Durch den Mitarbeiterwechsel sei zunächst zwar Unruhe eingekehrt, es sei dennoch die richtige Entscheidung gewesen. Aber auch Nackenschläge habe das Curanum verkraften müssen. Für Unverständnis habe eine anonyme Anzeige beim Gesundheitsamt gesorgt. Letztendlich habe sie allerdings nur dazu geführt, dass sich bei der anschließenden Prüfung die Bewertungsnoten teilweise sogar noch verbessert hätten. "Wir sind nicht schlecht. Wir sind gut", hielt der Direktor fest. "Wir haben versucht, alle Hindernisse zu nehmen." Im Gegensatz zu Langenau war Heimfürsprecher Hans-Herbert Merkel nicht in der Lage, seine Tätigkeit im Haus in Sekunden auszurechnen. "So viele Stellen hat mein Taschenrechner überhaupt nicht", scherzte er. Kritik übte er an dem, wie er es nannte, "Spiel" mit dem Titel "Wir wählen Heimbeiräte". Jenes bringe nur Unruhe. "Wir machen das nicht mit, wir spielen lieber ‚Mensch ärgere dich nicht‘", stellte er deutlich heraus. Ein gutes, friedvolles und gesegnetes Jahr wünschte Pastorin Anette Sieling. Mit auf den Weg gab sie die Jahreslosung 2013 "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir", die die Distanz zur Kulisse mache. Dass die Senioreneinrichtung in Bad Nenndorf nicht nur geographisch mitten drin sei, sondern auch mitten im alltäglichen Leben des Kurorts, betonte Bürgermeisterin Gudrun Olk in ihrem Grußwort. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Curanum und dem Kulturforum, hob dessen Vizevorsitzender Winfried Busse hervor. Er hofft, dass diese fortgesetzt werden könne. Seine Neujahrswünsche fanden sich zwischen den Zeilen eines zitierten Gedichtes: Heiterkeit im Haus, Anteilnahme statt Applaus und bei Kälteschauern Rum mit Tee. Foto: jl

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