RINTELN (km). Am morgigen Sonntag, dem 20. Januar, ist das Museum Eulenburg durchgehend von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Anlässlich der Karikaturenausstellung von Horst Haitzinger lädt Museumsleiter Dr. Stefan Meyer ab 19 Uhr zu einem Rundgang ein.
Den Teilnehmern soll so die Gelegenheit geboten werden, bei einem Glas Wein das Wochenende - beziehungsweise den Wahlabend - entspannt ausklingen zu lassen und in aller Ruhe die vielen Details in den politischen Karikaturen Haitzingers zu entdecken. "Politiker", so Dr. Stefan Meyer in seiner Ankündigung, "sind an diesem Abend besonders willkommen."
Der in München lebende Haitzinger zeichnet seit fast 50 Jahren politische Karikaturen. Seinen beruflichen Einstieg fand der 1939 in Oberösterreich geborene Künstler bereits als zwanzigjähriger Student der Münchener Kunstakademie beim "Simplizissimus", einer legendären Satirezeitschrift, die um 1960 eine letzte Blüte erlebte. Weil von dem Honorar beim besten Willen kein Lebensunterhalt zu bestreiten war, entschied er sich 1963 sich als freier Zeichner für unterschiedliche Tageszeitungen selbstständig zu machen.
Seither, so Dr. Stefan Meyer bei der Eröffnung der Ausstellung Ende November vergangenen Jahres, sei er ganz nach vorn in die Reihe der Besten seines Fachs gerückt. Denn Haitzingers Zeichnungen "spießen auf, ohne die Distanz durch den Humor zu verlieren, sie spitzen zu mit einer treffsicheren, bissigen, aber nie überheblichen Ironie." Es seien Bilder mit "tiefem Hintersinn, zeichnerischer Präzision und echter Kunstfertigkeit, die nachdenklich machen, aber auch voller Witz und Phantasie stecken."
Haitzingers Arbeiten sind in den vergangenen Jahrzehnten etlich Male auch auf den Frontseiten großer Zeitschriften erschienen - zehnmal allein waren sie als Titelbilder des SPIEGEL zu sehen. Und nach nach wie vor sendet Haitzinger viermal in der Woche seine tagesaktuellen Bilder an die Zeitungsredaktionen.
Die Ausstellung in Rinteln wurde eigens für das Museum Eulenburg konzipiert und zeigt mehr als 120 farbige und schwarzweiße Original-Zeichnungen.
Foto: km
