Am Ende steht nach wie vor die Erkenntnis: Die Schlagkräftigkeit der freiwilligen Brandbekämpfer ist gegeben, wenn auch die hohe Gesamtzahl an Einsätzen überhaupt im vergangenen Jahr von Mensch und Material einiges abverlangt hat.
Insgesamt 86 Einsätze sind 2012 geleistet worden. "Für uns kamen 2012 die meisten Einsatzstunden der letzten zehn Jahre zusammen", so gleich zu Beginn seiner Ausführungen Zugführer Dirk Sassmann. Viel Arbeit sei auf der A 2 zu leisten gewesen. Insgesamt 21 Mal führte Alarmierungen auf die Autobahn. Sassmann kritisierte, dass auffallend oft falsche Ortsangaben zu Zeitverzögerungen geführt hätten. "Unserer Meinung nach sollten hierfür die Ursachen recherchiert werden", forderte er. Stark gefordert sei der Bereich Atemschutz gewesen. Folgenschwere Unfälle auf der Autobahn hätten von den Kameradinnen und Kameraden einiges abverlangt. Wie Sassmann im Verlauf seiner Rückschau erwähnte, sei der Rüstsatz der Feuerwehr bei einem Lkw neuester Generation an seine Grenzen gelangt. Insgesamt waren die Aktiven der Rodenberger Feuerwehr im vergangenen Jahr 2257 Stunden im Einsatz.
In seinem Bericht ging Marc-Henning Kommerein auf den Zustand von Material und Ausrüstung ein. Er erwähnte auch in Anspielung auf die Ausführungen seines Vorredners Sassmann die besondere Belastung, die auf die hydraulischen Rettungsgeräte liegen würde. Regelmäßige Wartung und Überprüfung durch externe Prüfstellen seien vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Das sei zwar nicht immer leicht einzuhalten, aber "ein starkes Team hält den Laden ganz gut am Laufen", so Kommerein. Alles in allem sei die Führung der Feuerwehr mit der Entwicklung in den Bereichen Personal, Feuerwehrhaus und Fahrzeuge sehr zufrieden. Bis auf die Tatsache, dass das Gerätehaus auch nach Auffassung von Ortsbrandmeister Roland Kramer aus allen Nähten platzen würde. Bei der Einweihung des neuen Gebäudes vor 20 Jahren gab es 42 Aktive, heute seien es 82. "Unser Platzbedarf ist enorm gestiegen", stellte Kramer fest. Abhilfe sei dringend notwendig. In seinem Grußwort griff Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann dies gerne auf. "Da müssen wir uns im Feuerschutzausschuss einmal zusammen hinsetzen und über Lösungen nachdenken", erklärte er dazu. Grundsätzlich benötige eine leistungsfähige Feuerwehr gutes Material, gute Ausbildung und gute Einsatzkräfte.
Im Verlauf der harmonisch verlaufenen Versammlung sind zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vollzogen worden. Unter anderem ist der langjährige Kassenwart Manfred Backhaus in seinem Amt abgelöst worden. Arne Jürgens heißt sein Nachfolger. Für 50 Jahre Mitgliedschaft als Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Rodenberg ist der ehemalige langjährige Bürgermeister Gerhard Stille ausgezeichnet worden. Über andere Personalien werden wir in einer der nächste Ausgaben berichten. Foto:pd
