1. Eine gute Erfolgsbilanz ohne nennenswerte Schönheitsfehler

    Rückblick beim Neujahrsempfang und Vorschau auf zahlreiche neue Projekte

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    RINTELN (ste). Traditionell ist der Neujahrsempfang der Stadt Rinteln ein Zeitpunkt, an dem Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zurückblickt und eine Vorschau auf Projekte in der Zukunft gibt. Eingeladen zu diesem Empfang sind Menschen, die sich in unterschiedlicher Art und Weise für die Gesellschaft verdient gemacht haben und von ihren Ortsräten zur Teilnahme vorgeschlagen werden.

    Geschmacksverstärker

    machen "Lust auf Rinteln"

    Kinder- und

    familienfreundliche Stadt

    Zwei dicke

    Projekte stehen an

    Wir haben unser

    RI-Kennzeichen wieder

    Beispielhaft nannte Buchholz Gerd Beu vom Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Todenmann, der sich intensiv für das "Kirschendorf" eingesetzt hat, Horst Vöge vom Heimatvereins Exten, der sich mit seinem Team für den unteren und den oberen Eisenhammer in Exten stark machte, sowie Mitglieder des Rintelner Präventionsrates, die in enger Zusammenarbeit mit den Schulen das Projekt "Rinteln - eine tolerante Stadt" initiierten und damit ein Zeichen gegen Rechts setzten.

    Rinteln, so der Bürgermeister, hatte eine gute konjunkturelle Entwicklung, die man in den letzten Jahren insbesondere im Industriegebiet Süd bildlich verfolgen konnte.

    Die Erweiterungsgebäude der Firmen Rolec und Eurodisplay, der Erweiterungsbau der Firma Stüken, die neue Betriebskläranlage der Firma riha Wesergold und der neue Landhandel der Raiffeisen-Lippe-Weser AG auf dem von der Volksbank Schaumburg vermarkteten ehemaligen Braas-Gelände sind nur einige der Zeichen, dass die Industrie Rinteln als guten Standort im Focus hat. In 2013 wird der neue "Grüne Markt" auf dem ehemaligen Braas-Gelände gebaut und die Firma RKR will dort ihren Rintelner Betrieb erweitern. Die Firma "LTL" feierte gerade Richtfest für ihre neue Maschinenbaufirma.

    Rinteln leiste als Stadt ihren Beitrag dazu. So werde die Erreichbarkeit der Betriebe durch gute Straßenanbindungen erleichtert. Und Rinteln mache als Stadt mit "Geschmacksverstärkern" auf sich aufmerksam: "Ich habe den LTL-Mitarbeitern eine kostenlose Stadtführung oder eine Schlauchbootfahrt auf der Weser für sie und ihre Familien angeboten", so Buchholz. Eine neue Broschüre soll demnächst allen ansässigen oder ansiedlungswilligen Unternehmen Lust auf Rinteln machen.

    Erweiterungsflächen für Gewerbe werde derzeit von der Stadt gesucht und ausgewiesen.

    Genau so wichtig sei es jedoch auch, jungen Familien die Möglichkeit für ihren Traum des eigenen Heims zu eröffnen. Entsprechende Baugebiete müssen bereitgestellt werden. Eines wird an der Alten Todenmanner Straße entstehen.

    Besonders stolz ist Rinteln auf seine Erfolge in der Kinderbetreuung. Krippenplätze und Kindergartenplätze sind in Rinteln keine Mangelware mehr, so dass sich Beruf und Familie hier besonders gut koordinieren lassen.

    Wie ein roter Faden zieht sich dieses Angebot auch in die Grundschulen hinein. Alle Rintelner Grundschulen sind mittlerweile Ganztagsschulen.

    Kinder und Eltern wollen aber auch in einem guten Umfeld leben. Und so hat sich die Stadt Rinteln voll und ganz dem Klimaschutz verschrieben. LED-Lichttechnik bei den Straßenlampen, dezentrale Energieversorgung durch Blockkraftheizwerke, Solaranlagen, Biogasanlagen und energetische Sanierung von Gebäuden sind nur einige Schlagwörter dazu.

    Zwei dicke Projekte hat das Rintelner Tiefbauamt in diesem Jahr noch auf der Agenda. Die Weserpromenade soll die Weser noch erlebbarer machen und der Bau der Verbindungsstraße vom Jibi-Markt Richtung Konrad-Adenauer-Straße soll den Verkehr dort entlasten.

    Ein "heißes Eisen" sprach Buchholz mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus Uchtdorf an.

    Nach "stark überhitzten Diskussionen" der Vergangenheit werde in diesem Jahr mit dem Bau begonnen: "Die Uchtdorfer stehen in ihrer großen Mehrheit hinter dem Projekt!"

    Dabei werden auch die Sportvereine nicht im Regen stehen gelassen. Gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Kreissportbund wird an der Sportentwicklungsplanung gearbeitet und Gespräche mit den Vereinen werden geführt. Die Spielregeln für neue Anlagen seien dabei klar: "Wir brauchen viel Geld, engagierte Trägervereine und müssen Altimmobilien aufgeben!" Ein klares Bekenntnis gab Buchholz auch dieses Jahr wieder für die 18 Ortsfeuerwehren ab: "Wir brauchen sie alle, jede Frau, jeden Mann!"

    Im Rathaus soll ab diesem Jahr ein Demografiebeauftragter die durch die veränderten Altersstrukturen verursachten Anpassungsprozesse steuern helfen. Er oder Sie soll auch als Bindeglied zwischen Senioren und Behindertenbeirat arbeiten.

    Wie wichtig Touristen für die Stadt sind, machte Buchholz an statistischen Zahlen über die durchschnittlichen Umsätze pro Tag deutlich. Ein identitätsprägendes Ereignis stellte er ganz besonders heraus: "Wir haben unser RI-Kennzeichen wieder!" Während man beim ersten Versuch in Hannover scheiterte und aus Trotz die Hundemarken mit "RI" kennzeichnete, klappte es beim zweiten Anlauf.

    Für das Rahmenprogramm des Neujahrsempfangs dankte Buchholz der Big-Band des Gymnasium Ernestinum sowie der Ballettgruppe der Kreisjugendmusikschule und der VTR mit ihren Turnerinnen und Turnern.

    Foto: ste

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