LANDKREIS (nb). Die "kleine, aber feine" Lösung soll es in Sachen Bildungsbüro nun werden. Ursprünglich hervorgegangen war die Idee aus einem Antrag der SPD/FDP-Gruppe eine Bildunsagentur einzurichten sowie einer Fördermöglichkeit, mit der das Landes-Kultusministerium eine halbe Pädagogenstelle in Aussicht gestellt hatte. Bisher konnte der Antrag des Kreises jedoch nicht genehmigt werden, da Niedersachsen durch den doppelten Landeshaushalt zurzeit keine zusätzlichen Förderungen genehmigt. Der Kreistag hat nun beschlossen, das Projekt "Bildungsbüro" schon in 2013 umzusetzen und die dafür nötigen Aufwendungen vorerst selbst zu finanzieren. "Wir rennen keiner Förderung hinterher", verkündete Kreisschuldezernentin Katharina Augath. Zu sehen, was mit "Bordmitteln" geschaffen werden kann, sei ihrer Meinung nach die bessere Lösung, zumal "die Kosten überschaubar" seien und einige Projektvorbereitungen bereits anlaufen. Die vorgesehenen Aufgaben werden als wichtig bewertet und gelten als entscheidender Standortfaktor für den Landkreis. "Ein Schritt in die richtige Richtung", so Helma-Hartmann Grolm, stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Langfristiges Ziel soll sein, durch Einrichtung des Bildungsbüros die Bildungsangebote des Kreises von der "Frühen Hilfe" bis zur Erwachsenenbildung besser zu bündeln und etwa mittels eines Internetauftritts übersichtlich zu gestalten. Zentrale Themen sind Hilfen beim Übergang von Schülern in den Beruf, die Vermeidung von Schulabsentismus und das Verringern der Schulabbrecherquote. Verschiedene Projekte sollen miteinander koordiniert werden, eine Bildungsberatung eingerichtet sowie Veranstaltungen geplant werden. Vorerst ist der Arbeitsschwerpunkt vor allem auf einzelne Projekte ausgerichtet. Hierfür wird aus dem Kreishaushalt eine halbe Lehrerstelle veranschlagt. Der Vorschlag von Richard Wilmers (WIR), diese in zwei Teilzeitstellen aufzugliedern und je von einem Sozial-Pädagogen sowie einem IT-Spezialisten, einem männlichen und einem weiblichen Interessenten besetzen zu lassen, wurde nicht berücksichtigt.
Der Anfang ist gemacht, ein Ausbau der Aufgaben und Ausstattung ist erst mit eventuellen späteren Fördergeldern vorgesehen.