BAD NENNDORF (bt). In das Bad Nenndorfer Gewerbegebiet nahe dem Schnittpunkt der Bundesstraßen 65 und 442 und unmittelbar neben dem dort befindlichen Baumarkt kommt erneut Bewegung. Dafür hat der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung gesorgt. Einstimmig beschloss das Gremium den Bebauungsplan Nr. 83 "Am Buchenhain". Grob beschrieben umfasst er die Fläche entlang der Straße Piepmühle – dort, wo die Straße einen Knick macht. Mit dem Rücken grenzt der Bereich an die Bundestraße 65 nahe der Autobahnauffahrt.
Im westlichen Teil dieses Bereiches soll nach Vorstellung der Kommunalpolitiker ein Sondergebiet (SO) für großflächigen Einzelhandel entstehen. Hier wird die Ansiedlung eines Technikmarktes mit einer Verkaufsfläche von 1.950 Quadratmeter, eines Sportartikelgeschäfts mit 950 Quadratmeter Verkaufsfläche und eines Tiermarktfachgeschäfts mit maximal 750 Quadratmeter Fläche ermöglicht. Außerdem sind in diesem Bereich Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Branchengruppen sowie Spiel- und Automatenhallen allgemein zulässig. Im östlichen Teil des Geltungsbereichs wird ein Gewerbegebiet (GE) ausgewiesen. Hier sind die in dem anderen Bereich zulässigen Sortimente sowie Lebensmittel und Vergnügungsstätten mit Ausnahme von Spiel- und Automatenhallen nicht erlaubt.
Stadtdirektor Bernd Reese erläuterte das Projekt mit dem Hinweis, es befinde sich in hervorragender Lage und damit werde Kaufkraft gebunden, die sonst abwandere. Ihm sei bewusst, dass die Nachbarorte dies teilweise sehr kritisch sähen. Für die SPD unterstrich Volker Busse, dass die Gruppe SPD/ Die Linke hinter dem Vorhaben stehe. "Wir wollen die Innenstadt nicht kaputt machen", betonte Busse, "aber dieses Angebot ist dort nicht vorhanden".