BAD NENNDORF (Ka). Der Weg zur Tierauffangstation hinter dem Klärwerk gleicht in dieser Jahreszeit einer Seenplatte und darf als desaströs bezeichnet werden. Zwar wurden immer wieder Unebenheiten und Schlaglöcher, die Wind und Wetter im weichen Boden verursachen, durch die Samtgemeinde mit Splitt aufgefüllt, damit die Tierfreunde und -Schützer mit der Vorsitzenden Jutta Schneider halbwegs trockenen Fußes auf das Gelände kommen, doch für eine Komplett-Sanierung reicht das Geld nicht. So ist ein Heranfahren bis zur Tierauffangstation weiterhin nur im Schritttempo möglich und auch dann hängt der Klärschlamm am Pkw und ein persönliches Umrüsten auf Gummistiefel ist Pflicht.
Getreu dem Motto: "Dieser Weg wird kein leichter sein" haderten viele Tierfreunde besonders bei schlechtem Wetter mit dem Gedanken, die derzeit 45 Hunde, Katzen und Kaninchen in der Auffangstation zu besuchen. Die behördlich als gemeinnützige und besonders förderungswürdige Einrichtung ist keine kommunale Einrichtung, sondern wird vom Tierschutzverein Rodenberg / Bad Nenndorf getragen. Das Areal beherbergt einen Wirtschaftstrakt, ein Katzen- und Hundehaus, Außenzwinger und ein Kaninchengehege. Für eine sichere und saubere Zuwegung trug nun spontan die Samtgemeinde Nenndorf Sorge. Im Rahmen der Straßenbau-Maßnahmen am Thermalbad konnte die rund 30 Meter lange Zuwegung zur Tierauffangstation asphaltiert werden. Diese außerplanmäßige Aktion lag in Anbracht, dass entsprechende Baumaschinen vor Ort waren nahe, informierte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese und bezifferte die Investitionskosten mit 10.000 Euro. Der Rat stimmte dem Vorhaben zu, dessen Budgetierung nicht im Haushalt verankert war. Damit wurde der erste Grundstein für einen sauberen Teilabschnitt gelegt, freute sich Schneider, die das unbürokratische Handeln begrüßte. Foto: ka
