RINTELN (km). "Have yourself a merry little Christmas" - unter diesem musikalischen Motto gastierte am vergangenen Samstag das Vokal-Quartett "niniwe" in der Nikolai-Kirche. "Das energiegeladene Ensemble präsentiert Gesangskunst auf allerhöchstem Niveau," hatten die Veranstalter in ihrer Vorankündigung versprochen - und über 200 Zuhörer konnten sich davon überzeugen, dass man nicht übertrieben hatte: Die vier jungen Damen warteten mit einem zauberhaften Programm auf - das irgendwie wie eine Entschädigung für die praktischen allgegenwärtige Berieselung mit überwiegend eher dümmlicher Weihnachtsmusik wirkte.
Neben der innovativen harmonischen Vielfalt imponierte bei dem A-Capella-Quartett besonders die hundertprozentige Präzision selbst in schwierigsten Pianissimo-Passagen. Dem Publikum wurden Elemente aus Jazz, Klassik, Pop und Weltmusik serviert, die tatsächlich wie angekündigt zu einem neuen, faszinierenden und einzigartigen Klangereignis verschmolzen. Winnie Brückner, Caroline Krohn, Hanne Schellmann und Lena Sundermeyer überwanden mit Leichtigkeit und Eleganz die Grenzen zwischen Jazz und Klassik - und eigentlich lässt sich vokale Kunst auf so hohem Niveau ohnehin nicht mehr klassifizieren. Das Programm umfasste durchaus auch einige altbekannte deutsche Weihnachtslieder wie "Es ist ein Ros‘ entsprungen" oder "Maria durch ein‘ Dornwald ging" - was alles freiliche ganz anders klang als die "Hausmannskost" auf einem Weihnachtsmarkt etwa. Abgerundet wurde der bunte klanglich Eindruck durch weniger bekannte Weisen aus aller Welt, unter anderem aus Schweden, England, Amerika Bulgarien und Kroatien.
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