1. Bewegung in der ehemaligen Sparkasse und im "Schafstall"

    Neustart und zwei Veränderungen für drei Lauenauer Praxen

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    LAUENAU (al). In zwei bislang weitgehend ungenutzte Lauenauer Geschäftshäuser kommt Bewegung. Das ehemalige Sparkassengebäude wird schon ab Anfang Dezember weitaus häufiger frequentiert werden als zuletzt. Am 1. April des nächsten Jahres belebt sich noch ein Haus abseits der unmittelbaren Ortsmitte: Der seit Jahren leerstehende "Schafstall", wie das Gebäude des früheren "Plus"-Markts am Amtsgraben im Volksmund heißt, erfährt eine neue Verwendung.

    Als hätten sie nur auf das Ende der Bauarbeiten in der Lauenauer Ortsmitte gewartet: Naturheilkundlerin Barbara Poll, Physiotherapeutin Cornelia Look und die Inhaberin des gleichnamigen Praxisteams, Christine Sender, trugen sich unabhängig voneinander mit Überlegungen zu persönlichen Veränderungen. Poll behandelt seit jetzt zehn Jahren im Obergeschoss eines Gewerbegebäudes im Ahornweg – und muss vor allem ihren älteren Patienten beschwerliche Treppenstufen abverlangen. Look sucht nach jetzt 15-jähriger Berufserfahrung den Weg in die eigene Selbstständigkeit.

    Beide haben sich mit Werner Herberg geeinigt. Der Experte für Heizung, Sanitär und erneuerbare Energien wollte das von ihm erworbene frühere Sparkassengebäude in der Coppenbrügger Landstraße ursprünglich für eigene Ausstellungszwecke nutzen. Doch weil er sich unter anderem mit einem Lkw für eine mobile Präsentation neuer Produkte entschieden hat, kann er sich auf eigene kleinere Flächen im rückwärtigen Bereich des Erdgeschosses beschränken und überlässt seinen beiden Mieterinnen den gesamten früheren Kundenbereich des damaligen Geldinstituts.

    Da fiel den beiden Unternehmerinnen die Entscheidung leicht: Bärbel Poll verfügt über 70 absolut barrierefreie Quadratmeter. Cornelia Look kann auf 160 Quadratmetern in hellen Räumen ihre Patienten behandeln. Offizieller gemeinsamer Start ist am 1. Dezember. Look aber nimmt bereits jetzt Termine wahr.

    Christine Sender zieht mit ihrem Praxisteam erst in einigen Monaten vom "Scheunenfeld" an den Amtsgraben. In den zwölf Jahren des Bestehens hatte sie sich bislang auf das klassische Physiotherapieangebot beschränken müssen. Nun will sie auf einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern einen bereits lange bestehenden Plan realisieren mit Fitnessstudio und Geräten zur medizinischen Fitness. Das bedeutet auch die Einstellung weiterer Fachkräfte. Auch der Name steht schon fest: "Josela-Fit" will sie ihre Praxis künftig nennen und damit auch an ihren vor Jahren plötzlich verstorbenen Mann Johannes Sender erinnern. Dessen Kürzel ergänzt sie um die Anfangsbuchstaben des Fleckens. Und irgendwie soll in das Logo auch der steinerne Schafskopf gelangen, der an der Fassade ihrer künftigen Praxis an die frühere Verwendung des Grundstücks erinnert. Foto: al

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