1. Gutes Benehmen, Fleiß, aber null Interesse an Basketball

    210 Schüler schnuppern akademisches Flair bei der Sommeruniversität / Fast 100 Veranstaltungen organisiert

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    RINTELN (km). Fast uneingeschränkt zufrieden zeigten sich die 210 Schüler der achten Sommeruniversität mit dem Verlauf ihrer einwöchigen "Probezeit" in Rinteln, wie jetzt bei der Verabschiedung im Brückentor deutlich wurde. Zum Abschluss überreichte VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz den Teilnehmern ihre Testate. Die Veranstaltung in Kooperation zwischen der Leibniz-Universität Hannover und dem Landkreis Schaumburg hatte den am Studieren interessierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufen Einblicke in die unterschiedlichsten Disziplinen und Themen geboten und ihnen Möglichkeiten der Studien- und Berufswahl aufgezeigt.

    Insgesamt hatten sich für das siebte Studien- Kultur- und Freizeitprogramm mit seinen fast 100 Veranstaltungen erneut zahlreiche Teilnehmer eingeschrieben, die meisten aus der näheren Umgebung, 40 aus dem Landkreis Schaumburg, einige aber sogar auch aus dem Ausland.

    Die jungen Leute konnten aus einem breiten Spektrum von über 20 Fachrichtungen wählen. Über 30 Wissenschaftler brachten mit zahlreichen Seminaren, Workshops und Informationsveranstaltungen Uni-Betrieb in die Weserstadt. Jeden Tag konnte ein anderes Fach studiert, Studienanforderungen erprobt und Hochschulalltag stressfrei erlebt werden. Angeboten waren unter anderem Vorträge, Workshops und Seminare aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Jura, Politik, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften. Und um die intellektuellen Bemühungen der Wissensdurstigen nicht ins Verbissenene abgleiten zu lassen, hatten die Veranstalter auch mit einem vielfältigen Freizeitprogramm aufgewartet. Für jene, die nach den vielen akademischen Aktivitäten leichten Stress verspürten, hatten die Organisatoren gesorgt: In verschiedenen Sporthallen konnten sich die Nachwuchs-Akademiker jeden Tag bei Badminton, Volleyball oder "Workout für alle" entspannen. Allein: An dem Basketball-Angebot habe nicht ein einziger "Student" Interesse gezeigt, klagte Undine Rosenwald-Metz - allerdings mit einem Zwinkern, da die jungen Leute generell einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Und auch Organisations-Leiterin Dunja Cordes zeigte sich von dem gutem Benehmen der jungen Leute beeindruckt. Die Tatsache, dass der Anteil an weiblichen Teilnehmern diesmal "nur" bei 60 Prozent lag, dürfte dennoch den schon vor einigen Jahrzehnten festgestellten "Paradigen-Wechsel" nachmalig bestätigt haben. Frauen gab es an der historischen Rintelner Universität seinerzeit "selbstverständlich" gar nicht. Auch die Tatsache, dass sich, wie bereits in den Vorjahren, einige Teilnehmerinnen selbst anboten, künftig als "Botschafterinnen" der Sommeruniversität an ihren Schulen für Rinteln zu werben, markierte erneut einen weiteren Pluspunkt für die "Frauen auf dem Vormarsch".

    Foto: km

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