BAD NENNDORF (Ka). Was weiß der Bürger über die Zukunft der Energie und die hiesige Biogas-Anlage? Viele Bürger machen sich keine bis wenig Gedanken um Strom und Wärme. Die Steckdose wird es schon richten und mal abgesehen von den steigenden Energie-Kosten, die beim Blick auf die Jahresendabrechnung zum Haare raufen führen, wachsen den Bürgern beim Verbrauch nur wenig graue Haare. Mehr Informationen zu den nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) rund um Mais und Getreide, wie auch Anteile von Gülle und Hühnertrockenkot, die Speisung der Anlage und Verwertung der Rohstoffe hielt beim Tag der offenen Tür die Biogas-Anlage und deren Betreiber bereit. Zahlreiche Bürger nahmen an den Führungen teil und warfen einen Blick hinter die Kulissen.
Der Betreiber der Biogas-Anlage Torsten Dehne präsentierte mit den Gesellschaftern Christian Reese, Heinz Schweer, Dietmar Oltrogge, Konrad Wille, wie auch die Raiffeisen Genossenschaft Niederwöhnren der Öffentlichkeit die 716 Kw große Anlage. Die fünf Landwirte haben sich mit "Bioenegie Nenndorf" einen zukunftsorientierten und richtungsweisenden Namen gemacht und konnten den Besuchern Eindrücke aus den nachwachsenden Rohstoffen und die Anlagenfütterung von circa 30 Tonnen täglich, nahezu ausschließlich mit Silomais, vermitteln. Dieser Mais wächst auf den Feldern in der Umgebung, so Reese und erläuterte den biologischen Zersetzungs-Vorgang.
Durch Entstehung des Methangases wird ein Motor betrieben, welcher mit einem Stromgenerator gekoppelt jährlich rund 5.5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt benötigt im Jahr rund 4.000 kWh, weiß Reese. Als Nebenprodukt entsteht bei diesem biologischen Vorgang Wärme, welche dem Hallenbad Bad Nenndorf zugeführt wird. Zusätzlich werden in der Biogas-Anlage Holz bzw. Hackschnitzel getrocknet, aus denen Pellets produziert werden. Soviel Weitsicht, zukunftsorientiertes Handeln und große Effektivität begeisterte die Besucher, die sich genau über die Details und Vorgänge informierten. Die Biogas-Anlage erfuhr ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und das Betreiben wies viele klare Vorteile auf. Foto: ka