RODENBERG (pd). Für die Kunden war es eine Überraschung: Am Mittwoch waren die Türen des Edeka-Marktes am Rodenberger Amtsplatz verschlossen. Drinnen waren Leute zu sehen, aber mit dem Einkaufen klappte es nicht.
Der Grund für die Aktion hinter verschlossenen Türen: Die Karl Preuß GmbH & Co. die auch in Bad Nenndorf den WEZ betreibt, hat das Geschäft kurzerhand übernommen und daher war am Mittwoch eine Inventur fällig.
Zu den Gründen für den abrupten Betreiberwechsel gibt es lediglich die Aussage: "Der bisherig Betreiber hat sich aus persönlichen Gründen aus dem Geschäft zurückgezogen". Telefonisch war D`Amico nicht mehr erreichbar. Als kommissarischer Geschäftsführer fungiert derzeit Marcus Ehrlich von der WEZ-Gruppe.
Rodenberg ist für den neuen Betreiber keine unbekannte Größe. Bis 2003 war der Supermarkt in dem Gebäude am Amtsplatz in WEZ-Regie, dann kam Edeka mit ihrem Neukauf-Konzept.
Jetzt gibt es wieder einen WEZ-Markt in Rodenberg. Für die Kunden, so Ehrlich, wird es zunächst keine einschneiden Änderung geben. Nach Aussagen der neuen Betreiber wird das Personal 1:1 übernommen. Eventuell könnten auch neue Kräfte benötigt werden. In den nächsten Tagen werde es darum gehen, den Markt in das WEZ-Konzept zu integrieren.
Mit dem Rodenberger Standort betreibt die Karl Preuß GmbH & Co. die 26. Filiale. Die Zentrale liegt in Minden.
Das Familienunternehmen wird von Karl Stefan Preuß geleitet und ist Mitglied in der Edeka-Genossenschaft. Die Immobilie am Amtsplatz ist im Besitz der Familie Preuß.