1. Den Stromverbrauch durch Photovoltaik senken

    "Viessmann & Böttger" spendet dem Gymnasium eine neue Anlage / Rund 10.000 Kilowattstunden pro Jahr

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    BAD NENNDORF (nb). Erneuerbare Energien sinnvoll nutzen und nebenbei das Umweltbewusstsein wecken: Bei der Idee, dem örtlichen Gymnasium eine Photovoltaikanlage zu spenden, haben diese Überlegungen eine entscheidende Rolle gespielt.

    Der Fachbetrieb "Viessmann & Böttger" aus Bad Nenndorf und Rodenberg entschied sich, schnell diese spontane Idee auch tatsächlich in die Tat umzusetzen. Da die Unterhaltung eines Schulgebäudes einen hohen Energiebedarf mit sich bringt, profitieren die Beteiligten gleich mehrfach.

    "Wir wollen damit ein regionales Zeichen pro Solarstrom setzen. Unsere Schüler können so mit der sauberen und sicheren Erzeugung von dezentralen Stromanlagen bereits Erfahrungen sammeln", erklärt Mitinhaber Ingo Böttger. Schulleiterin Dr. Irmtraud Gratza-Lüthen war sofort von dem Vorschlag begeister, nicht nur, weil es der Schule etwa 2500 Euro Kostenersparnis einbringt, die sie hofft für Umweltprojekte nutzen zu dürfen. Dazu müsste die Kreisverwaltung als Träger der Schule sein Ok geben. Was Gratza-Lüthen daran besonders freut, ist der pädagogische Hintergrund, Umwelterziehung und Bewusstsein für Nachhaltigkeit, der mit dieser Spende verknüpft ist. "Wir können heute schon soviel machen", appelliert der Experte.

    Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen müsse schon längst nicht mehr gegeben sein. "Einige tun ja schon etwas, aber einiges ist bei den Konsumenten noch nicht angekommen." Erst 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen seien in Deutschland in Betrieb.

    Ein Ziel ist es, die Weichen für eine Wende früh zu stellen. Die Solarstromlange soll sowohl in den Unterricht der Unter-, als auch der Oberstufe eingebunden werden, Schüler anhand von Beobachtungen, Auswertungen und Versuchen mehr über diese Art der Stromgewinnung kennenlernen. Ein Anzeigendsplay wird dann zeigen, was die Anlage im jeweiligen Moment produziert und was sie seit Inbetriebnahme bereits an Energie geliefert hat. Zusätzlich stellt "Viessmann & Böttger" zwei Solarstrom-Lernkoffer zur Verfügung. Eineinhalb Tage hat es gedauert, das Flachdach soweit vorzubereiten, dass die 42 Module montiert werden können. Gemeinsam ergeben sie eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern, die südlich ausgerichtet sind und so auch in den sonnenärmeren Zeiten des Jahres genügend Energie sammeln. Sie gibt bis zu zehn Kilowatt-Peak (kWp) ab und produziert jährlich 9000 bis 10.000 Kilowattstunden Strom, eine Strommenge, die für zwei Einfamilienhäuser ausreicht. Die eingesparten Kosten von circa 2500 Euro werden der Schule vom Landkreis gutgeschrieben. das Geld wird für Umweltprojekte verwendet.

    Der erzeugte Strom wird direkt in den Energieverbrauch der Schule eingespeist, doch bis dahin dauert es noch ein paar Tage. Bis zur offiziellen Übergabe und Inbetriebnahme müssen noch einige Kabel verlegt werden.

    Foto: nb

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