1. Blumenuhr wird feste Attraktion

    Schulprojekt im Orangerie-Park wird schneller ausgeführt als geplant

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    EXTEN (km). Im Rahmen eines Schulprojektes plante die Klasse 9/4 des Gymnasiums Ernestinum, im Orangerie-Park nach den Plännen des Botanikers Carl von Linné eine Blumenuhr zu bauen. Als jetzt noch einmal Gartenarbeit auf dem Stundenplan stand, gab es ein kleines Problem: Der Lehrer war krank geworden, die Schulleitung befand: Ohne Lehrer keine Projektarbeit außerhalb des Gymnasiums!

    Was dann geschah, das übermittelte jetzt Orangerie-Hausherr Dietrich von Blomberg: "Ich bekam eine SMS, dass die Schüler trotzdem kommen wollten, in ihrer Freizeit und auf eigenes Risiko, denn schließlich solle die Blumenuhr ja fertig werden." Der Einsatzwillen habe ihn überrascht, staunte von Blomberg - gehöre doch die Gartenarbeit nicht unbedingt "zu den coolsten Freizeitbeschäftigungen der Facebook-Generation".

    Mit Mopeds, Fahrrädern und zu Fuß erschien fast die ganze Klasse dann pünktlich im Orangerie-Park. Der Bauhof hatte bereits morgens acht Spaten geliefert, und in sechs schwarzen Kisten standen schon die seltenen Pflanzen für die Blumenuhr bereit, die die Gärtnerei Korff teils von weither besorgt hatte. Und dann ging es los: Erde sieben, Pflanzen in die richtigen Sektoren verteilen, die Pflanzpositionen symetrisch ermitteln und dann vorsichtig einsetzen. Ob Weidenröschen, Tausendgüldenkraut, Kohlgänsedistel oder Stockrose, für jede Stunde gibt es die passende Pflanze - damit die Blumenuhr auch genau geht. Nebenbei wurde noch die Grasnarbe rings herum entfernt und ein 1,30 Meter breiter Kiesweg angelegt. Das sollte eigentlich erst nächste Woche geschehen, wurde aber gleich mit erledigt. Vielleicht ließen sich die Schüler aber auch durch die abschließende Brotzeit motivieren: Nach getaner Arbeit wurde gegrillt, es gab leckere Polonia-Würstchen von Bauer Giese mit selbstgemachtem Kartoffelsalat und Softdrinks vom Sponsoren Bad Meinberger. Am Ende des Nachmittags war die Blumenuhr komplett fertig. Jetzt fehlt nur noch etwas Regen und viel Sonne, damit alles gut anwächst und die Uhr auf dem Gartenfestival "Jardin ouvert" (vom 24. bis 26. August) auch richtig funktioniert.

    Die grüne Uhr wurde übrigens nicht nur für die Ausstellung gebaut: Sie soll auch darüber hinaus erhalten bleiben und zu einer festen Attraktion des Parkes werden. Foto: km

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