MÖLLENBECK (ste). Die echten Fans des Irish-Folk konnte der Regen beim großen Festival im Möllenbecker Kloster natürlich nicht abschrecken. Sie waren mit Jacken und Schirmen gewappnet. Das Fußvolk, das sich zwar lang und gerne im sommerwarmen Klosterinnenhof bei Trockenheit aufhält, bei Regen jedoch schnell das heimische Sofa rufen hört, blieb entweder weg oder kam nur kurz "... auf ein Bier".
Und so zählten die Organisatoren um Jürgen Pleitner, der das Festival vor 15 Jahren für die Stadt Rinteln erstmals auf die Beine stellte, gut 1.000 Besucher und damit deutlich weniger als in den Vorjahren. 260 von ihnen waren geladene Gäste, die sich auf Einladung der Sparkasse in Schaumburg vor dem Festival bei Schnittchen und Sekt im Refektorium auf die Gruppen einstimmten. Jürgen Pleitner organisierte letztmalig das Festival. Er sprang noch einmal für Daniel Jakschik ein, der einen Aufstiegslehrgang besucht. Den musikalischen Auftakt machten in diesem Jahr die Musiker von "Folk‘s Sake" aus Berlin. Die beiden virtuosen Geigerinnen und ihre Truppe ließen von Beginn an keinen Zweifel daran, welche Musikrichtung einzig und alleine Platz bei einem "Irish-Folk-Festival" hat. Hauptsächlich keltische Weisen waren es, die ein klares Signal setzten zu mehr Rückbesinnung auf die Anfänge des Irish-Folk-Festivals mit dem damaligen Dauerbrenner "Harry Welling". In den letzten Jahren hatten dann immer mehr Einflüsse aus dem Rock Einzug gehalten. Die Musiker waren begeistert von der schönen Kulisse des Klosters und ihrem Innenhof, der guten Stimmung der Besucher und auch vom leckeren Bier des Hauptsponsors "Hartinger". Der Hauptact des Abends war die Gruppe "Tom Braker Syke". Sie verbanden die schottischen Highlandsounds mit den irischen Weisen über die gemeinsamen keltischen Wurzeln.
In der absolut ersten Reihe saßen übrigens Jugendliche aus Hoya, die mit ihrer Kirchengemeinde eine Freizeit in der Klosteranlage verbrachten und dazu Zimmer im ersten Geschoss gebucht hatten. Foto: ste