1. Bürger fühlen sich "überfahren"

    "Pro Dorf" übergibt Forderungskatalog zum "Windpark"

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    "Die Bürger fühlen sich da ein bisschen überfahren", gab Michael Backs aus Rehren zu verstehen. Die Bürger würden gerne mehr mit in den Dialog einbezogen werden, um Einfluss zu nehmen. Er selber sei mit einer Unterschriftenliste in der eigenen Straße unterwegs gewesen und habe innerhalb kürzester Zeit allein in der nächsten Nachbarschaft 50 Unterschriften gegen den Windpark in der anvisierten Größenordnung sammeln können.

    Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese verwahrte sich gegen die Behauptung, die Bürger seien bislang nicht in den Entscheidungs- und Informationsprozess einbezogen worden. Es habe drei Informationsveranstaltungen gegeben, so Reese. Außerdem könnten die Protokolle über die gut besuchten Versammlungen im Internet nachgelesen werden. Alle an dem Projekt beteiligten Gremien seien nach seiner Einschätzung bemüht, zielführende und vernünftige Lösungen zu finden. Der Entscheidungsprozess sei noch nicht abgeschlossen. Ein Fachbüro sei von der Verwaltung beauftragt worden, ein Gutachten über den geplanten Windpark zu erstellen. "Uns ist an Öffentlichkeit gelegen", bekräftige der Verwaltungschef.

    Werner Bövers (CDU) kritisierte die Forderung der "Pro Dorf"- Initiative von einem Abstand von 1500 Metern pro Windrad zur nächsten Wohnbebauung. "Dann können wir das Ganze vergessen", glaubt der Hohnhorster. Bei dem Thesenpapier von "Pro Dorf" vermisst der CDU-Sprecher "konkrete Sachen". Den direkt betroffenen Anwohnern seien Hinweise über die Risiken wichtig, so die "Pro Dorf"-Verteter. Der Windpark müsse für die Bürger verträglich gestaltet werden. Es gehe nicht darum, konkret Nein zu sagen.

    Die Verwaltung wird sich jetzt mit dem Forderungskatalog auseinandersetzen und mit der Initiative weitere Gespräche führen. Bauamtsleiter Kampen fügte hinzu, dass das formlose Nutzungskonzept "offen für alles" sei.

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