1. Projekt jetzt mit Leben füllen

    Vertragsunterzeichnung ist Startschuss für das Mehrgenerationenhaus

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (pd). Die Unterzeichnung eines neuen Nutzungsvertrages zwischen der Stadt und der Interessengemeinschaft (IG) Vereinsheim ist das entscheidende Signal für die Umsetzung der Pläne von einem Mehrgenerationenhaus (MGH) an der Bahnhofstraße. "Vielfalt. Aus Prinzip - Mitwirken erwünscht" lautet das Motto der gemeinsamen Bemühungen, das marode Vereinsheim mit neuem Leben zu erfüllen. Das MGH soll Raum für Vereinsleben, bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Aktivitäten bieten.

    Wie Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese bei der Vertragsunterzeichnung bekräftigte, sei damit auch ein klares Signal an den Architekten und Planer gegeben, mit dem Bauarbeiten zu beginnen. Im Januar 2013 soll das MGH seine Pforten öffnen.

    Gute zwei Jahre hat es von der ersten Idee bis zum schlüssigen Konzept gedauert. Die Mitglieder der IG - der Schützenverein Bad Nenndorf, der Männergesangverein Bad Nenndorf und der VfL Bad Nenndorf - werden auch in Zukunft Räume in dem Gebäude für ihre vielfältigen Zwecke nutzen. Integriert in das Konzept vom generationenübergreifenden Miteinander wird das Jugendzentrum, dass von der Kramerstraße in die Bahnhofstraße umzieht.

    Ziel der IG sei gewesen, für dass seit geraumer Zeit leer stehende Vereinsheim eine Lösung zu finden, führte Otto Tatge als Geschäftsführer aus. Im Zuge der Sanierungs- und Umbauarbeiten werden auch die 30 Jahre alten Sanitärbereiche gründlich renoviert. Die Schaffung barrierefreier Zugänge und ein neuer Zuschnitt von Räumen gehören ebenfalls in die Liste der anstehenden Bauarbeiten der nächsten Monate. Neben den separaten Räumen für die Jugendlichen und die Vereine sind auch gemeinschaftlich nutzbare Bereiche vorgesehen.

    250 000 Euro soll die Umwandlung von Vereinsheim in ein Mehrgenerationenhaus kosten. 40 000 Euro werden über die Leader-Förderung gedeckt. Die von Mitgliedern der IG und dem Jugendzentrum aufzubringenden Eigenleistungen werden mit jeweils 10 000 Euro beziffert. Die Eröffnung Anfang Januar 2013 bezeichnete Kurt Junior vom zuständigen Fachamt im Rathaus als "ambitioniertes Ziel".

    Volker Thies stellte bei der Vertragsunterzeichnung noch einmal den besonders exponierten Platz für das Haus heraus. Mit Hallenbad, Schulen, Bahnhof, Kindergärten, Tennisplatz, Sportanlagen und der in Planung befindlichen westlichen Entlastungsstraße in unmittelbarer Nachbarschaft gebe es ein nahezu perfektes Umfeld für den zukünftigen Treffpunkt aller Generationen.

    Der Vorsitzende des VfL Bad Nenndorf ist guter Dinge, "dass das Haus eine Zukunft hat". Die Zusage über Aufnahme in das Leader-Förderprogramm seit laut Reese und Junior eine wichtige Weichenstellung für das Projekt gewesen.

    Moran Dzang, Leiter des Jugendzentrums, ist "sehr optimistisch", was das Gelingen anbelangt. Auch wenn in dem neuen Domizil für Jugendliche nicht der "Charme des alten Bahnhofs" herrsche, wie in der Kramerstraße. "Kinder und Jugendliche sind da sehr flexibel. Die neue Grünfläche, die dem Jugendzentrum zur Verfügung gestellt wird, sei ein zusätzlicher Pluspunkt. Bürgermeisterin Gudrun Olk erinnert sich an "gute und vertrauensvolle Gespräche" mit allen Beteiligten. Sie geht davon aus, dass alle mit gutem Willen daran gehen, das Projekt zum Erfolg zu führen. Die hohen Ausgaben für den barrierefreien Zugang und den Aufzug sieht sie als unbedingt gerechtfertigt an. Reese zum Abschluss der kleinen Feierstunde: "Wenn die Tinte unter dem neuen Vertrag getrocknet ist, kann mit den Arbeiten begonnen werden!". Foto: pd

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an